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1.1.3 Aufbau und Wirkungsweise von Enzymen
BiokatalyseVersuche mit UreaseUrease
katalysiert die Hydrolyse von Harnstoff: CO(NH2)2
+ H2O ---Enzym---> CO2 + 2 NH3 praktische
Anwendung dieser Reaktion: Harnstoffbestimmung z.B. in Schwimmbadwasser
a)
Harnstofflösung wird mit Phenolphthalein versetzt und zum Sieden erhitzt. Ergebnis:
keine Reaktion
b)
Harnstofflösung mit konz. Natronlauge erhitzen; in die Dämpfe feuchtes
Indikatorpapier halten. Beobachtung:
Geruch nach Ammoniak und alkalische Reaktion
c)
1%ige Harnstofflösung mit Phenolphthalein versetzt (Lösung A) mit
Sojabohnenaufschlämmung versetzen. Beobachtung:
Allmählich einsetzende Rotfärbung
d)
Lösung A mit Ureasesuspension versetzen. Beobachtung:
Rasch einsetzende Rotfärbung
Ergebnis
der Versuche a) - d): Urease
ist ein die Reaktionsgeschwindigkeit steigernder Katalysator, der in
biologischem Material vorkommt.
Versuche
zum Nachweis der Proteinnatur eines Enzyms:
e)
1 ml Ureasesuspension mit 1 ml Proteaselösung versetzen. Parallelansatz: 1 ml
Ureasesuspension mit 1 ml Wasser verdünnen. Beide Ansätze 30 - 60 min in einem
40°C warmen Wasserbad stehenlassen, dann zu Harnstofflösung geben. Beobachtung:
langsamere Rotfärbung im proteasehaltigen Ansatz.
f)
In 4 Rg. gibt man je 1 ml Ureasesuspension Rg
1: Kontrolle Rg
2: Kupfersulfatlösung zugeben Rg
3: Aceton zugeben Rg
4: zum Sieden erhitzen Anschließend
Zugabe von Lösung A Beobachtung:
Rotfärbung nur in Rg1
Ergebnis der Versuche e) - f): Urease ist ein Protein, denn es wird durch proteinspaltende Enzyme abgebaut und durch Denaturierung geht die katalytische Eigenschaft verloren.
Die
meisten biochemischen Reaktionen würden trotz negativen DG-Werten
außerordentlich langsam ablaufen, denn in den niedrigen Temperaturbereichen, in
denen sich die Lebensvorgänge abspielen, erreichen nur wenige Moleküle die zur
Überwindung des Energieberges notwendige Aktivierungsenergie. Diese
Reaktionen werden durch Enzyme beschleunigt, das sind Proteine
mit katalytischen Eigenschaften. Wiederholung:
Darstellung der Katalysatorwirkung in einem Energiediagramm:
Aufbau
der Enzyme
Schüssel-Schloss-Prinzip: Das Substrat wird an einer bestimmten Stelle des Enzyms gebunden, dem aktiven oder katalytischen Zentrum.
[Modell_Skizze] Einteilung:
Wirkungsweise
von Coenzymen und prosthetischen Gruppen
Coenzyme wirken
als Wasserstoff- oder Gruppenüberträger (z.B. ATP als Überträger von
Phosphatgruppen) Strukturelle
Beziehung der Coenzymen zu den Vitaminen! NAD als
wasserstoffübertragendes Coenzym:
Modellversuch
für wasserstoffübertragende Coenzyme: Wasserstoffübertragung
mit Hilfe von Methylenblau (der Farbstoff besitzt ähnliche oxidierende bzw.
rduzierende Eigenschaften wie NAD und zeigt dabei einen Farbumschlag. Durchführung:
heißes Wasser mit verd. NAOH alkalisch machen und mit Methylenblau leicht anfärben
- keine Veränderung. Zugabe von Glucose: Farbe verschwindet, kommt aber bei
starkem Schütteln wieder zum Vorschein. Aber: statt Enzym
Wärmeenergie!
Spezifität
der Enzyme: Wirkungs- und Substratspezifität
Demonstration
des Schlüssel-Schloss-Prinzips am Folienmodell Substratspezifität
Substratspezifität:
Es werden nicht alle Stoffe, die eine bestimmte Reaktion eingehen können,
umgesetzt. Vielfach
werden bereits strukturell ähnlich gebaute Stoffe nicht mehr umgesetzt, z.B.
Spiegelbildisomere Versuch:
Harnstoff und Thioharnstoff mit Urease
Ergebnis:
Urease spaltet den strukturell ähnlich gebauten Thioharnstoff nicht. Wirkungsspezifität
Wirkungsspezifität: Das Enzym katalysiert nur eine von zahlreichen thermodynamisch möglichen Umwandlungen eines Stoffes Beispiel:
Abhängigkeit
der Reaktionsgeschwindigkeit von der Substratkonzentration
Analog-Modell
der Enzymwirkung: Bahnhof
[Zeichnung] Hemmung
der Enzymwirkung - isosterisch (kompetitiv) und allosterisch
Modellvorstellung
der Enzymwirkung als Ausgangspunkt (Folienmodell) E
+ S <=> ES <=> E + P Enzym
+ Substrat <=> Enzym-Substrat-Komplex <=> Enzym + Produkt Bahnhof
als Analogie Kompetitive
(isosterische) Hemmung: Ein Molekül konkurriert mit dem Substrat um die
Bindung am katalytischen Zentrum -
Voraussetzung: Strukturelle Ähnlichkeit zwischen Hemmstoff und Substrat -
Durch hohe Substratkonzentrationen aufhebbar (Beispiel: Ethanol gegen
Methanolvergiftung) Allosterische
Hemmung: Der
Inhibitor wird an einem anderen Ort gebunden als das Substrat und bewirkt eine
Konformationsänderung am katalytischen Zentrum. -
Dieser Hemmmechanismus ist durch hohe Substratkonzentrationen nicht aufhebbar. Beispiel:
Endprodukt-Hemmung bei längeren Stoffwechselketten (feedback inhibition)
Das
Endprodukt hemmt das erste Enzym der Stoffwechselkette -> Stoffe werden nur
bei Bedarf gebildet (Ökonomie des Zellstoffwechsels) Substratüberschusshemmung:
Bei hohen Substratkonzentrationen durch gegenseitige Behinderung am
katalytischen Zentrum.
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Lehrplan |
Bewusstmachen von Bedeutung und Umfang der weltweiten Biomasseproduktion und Sauerstofffreisetzung; Hinweis auf den Kohlenstoffkreislauf |
| Literatur |
elemente chemie 13, S.30- DIFF B1: Photosynthese PdNB 5/44 (1995) Kohlenstoffkreislauf Löwe: Biochemie(1989)S.103-123 Kiechle/Christen: Vom Atom zum Makromolekül S.241-253 |
| Medien |
gebändertes Eisenerz VIDEO: Photosynthese |
| Geräte | |
| Chemikalien |
Geschichtlicher
Rückblick:
Helmonts
Versuch (1640) - woher kommt die Pflanze?
Priestley
(1770): Luft, die in einem geschlossenen Glasgefäß durch eine brennende Kerze
„schlecht“ geworden war, wurde durch die Anwesenheit von Pflanzen
wiederhergestellt, so daß auch Tiere darin atmen konnten.
Senebier
(1782) erkannte die Bedeutung des Kohlenstoffdioxids
Fischer
(1939) Strukturaufklärung des Chlorophylls
evtl.
Versuche zum Nachweis der an der Photosynthese beteiligten Stoffe
-
Wasserpflanzen - Indigocarmin/Dithionit
-
Nachweis der Stärkebildung am Licht: Schablonenversuch
6
CO2 + 12 H2O -> C6H12O6
+ 6 O2 + 6 H2O DH
= +2800 kJ
Bedeutung
des Photosynthesevorgangs:
-
ökologische Schlüsselstellung (Anfang der Nahrungskette)
-
Ernährung
-
Sauerstoffproduktion
-
Weltwirtschaft, regenerative Energie- und Rohstoffquelle
Wirkungsgrad
gering, bezogen auf die auf ein Blatt einfallende Strahlungsenergie ca. 1%.
Definitionen:
Autotrophie:
Produktion körpereigener organischer Verbindungen aus anorganischen Substanzen
mit Hilfe zugeführter Energie
Photosynthese:
Umwandlung der energiearmen anorganischen Moleküle CO2 und H2O zu
energiereichen Kohlenhydraten und Sauerstoff mit Hilfe von Lichtenergie
Chemosynthese
Hinführung:
Stufen der Evolution
-
physikalische Evolution
-
chemische Evolution (Uratmosphäre - Ursuppe - Miller-Versuch)
-
biologische Evolution
Die
Protobionten verwendeten Stoffe aus der Ursuppe direkt als Bausteine, sie waren
extrem heterotroph - Verknappung - Selektionsdruck - Stoffwechselkette läuft
„rückwärts“ - Prokaryonten->Eukaryonten->Vielzeller->Mensch
-
kulturelle Evolution
Ernährungsweisen
der Lebewesen - Einteilung
Energiequelle
-
Licht
Photosynthese
-
chemische Reaktion Chemosynthese
Kohlenstoffquelle
-
Kohlenstoffdioxid autotroph
-
organische Verbindung heterotroph
Beispiele
für chemoautotrophe Lebewesen
Eisenbakterien
Energiegewinnung
durch Oxidation von Eisen(II)-ionen zu Eisen(III)-ionen:
Fe2+
-> Fe3+ -DG
Nitrit-
und Nitratbakterien
Ammoniak-
und Nitritoxidation (Nitrifikation) durch Symbiose von Nitrosomonas und
Nitrobacter - Stickstoffkreislauf (pflanzl. Eiweiß -> tier. Eiweiß ->
Harnstoff -> Ammoniak -> Nitrit -> Nitrat ->; Gewitter,
Denitrifikation)
Knallgasbakterien
2
H2 + O2 -> 2 H2O
Schwefel-
und Schwefelwasserst-offoxidierende Bakterien
S
-> SO4
S2- -> SO4
Experimenteller
Nachweis des Einflusses von Außenfaktoren auf die Stärkebildung bzw.
Sauerstofffreisetzung
Beleuchtungsstärke,
Lichtqualität
experimentelle
Untersuchung der Blattfarbstoffe, z.B. chromatographische Trennung,
Absorptionsmessung; Vergleichen von Absorptionsspektrum des Chlorophylls
(vergl.C12.1) und Aktionsspektrum der Photosynthese
Kohlenstoffdioxidgehalt,
Temperatur:
Diskussion
von Befunden, die auf das Vorliegen lichtabhängiger und lichtunabhängiger
Reaktionssysteme hinweisen
Ausgangspunkt:
Bruttogleichung der Photosynthese:
6
CO2 + 12 H2O -> C6H12O6
+ 6 O2 + 6 H2O DH=+2800
kJ
Voraussetzungen:
-
es muß „aktiver Wasserstoff“ als Reduktionsmittel zur Verfügung stehen (vergl.
Oxidationszahl in CH2O = 1/6 Glucose mit CO2)
-
Energie muß zugeführt werden (in Form von ATP)
Vorteil
der Photosynthese gegenüber der Chemosynthese: allgegenwärtiges Wasser kann
genutzt werden.
Begrenzende
Faktoren der Photosynthesegeschwindigkeit?
Wasser?
Kohlenstoffdioxid
- ist der Gehalt von 0,035% optimal?

Bei
hoher Lichtintensität ist die Photosyntheserate über einen weiten Bereich der
CO2-Konzentration proportional
Der
niedrige natürliche CO2-Gehalt der Luft wirkt begrenzend auf die
Photosynthese.
Praktische
Anwendung: Begasung von Gewächshauskulturen mit CO2 zur
Ertragssteigerung
Licht

Lichtkompensationspunkt:
Lichtintensität, bei der die Photosynthese gerade soviel Kohlenstoffdioxid
verbraucht, wie bei der gleichzeitig ablaufenden Atmung entsteht.
Schattenpflanzen
haben bereits bei niedrigeren Lichtintensitäten eine positive Stoffbilanz
Temperatur
Im
Gegensatz zu einer Enzymreaktion ist eine photochemische Reaktion
(Lichtreaktion) weitgehend temperaturunabhängig (vergl. Photographie)
Im
Schwachlicht wird die Intensität der Photosynthese durch die photochemischen
Reaktionen begrenzt.
Im
Starklicht: Q10 ca. 2, Optimumskurve, Hitzeschädigung durch Denaturierung,
Optimum der meisten Pflanzen bei 20 - 30°C.
Folgerung:
Die Photosynthese setzt sich aus einem lichtabhängigen (photochemischen)
Reaktionskomplex (Lichtreaktion) und einer Folge von temperaturabhängigen,
enzymatischen Reaktion (Dunkelreaktion) zusammen.
Zusammenfassung
der bisherigen Erkenntnisse:
Aufgaben:
Bei sehr hoher Beleuchtungsstärke und sehr hoher Kohlenstoffdioxid-Konzentration nimmt die Photosynthese-Intensität wieder ab und geht im Extremfall sogar auf Null zurück. Erklärung?
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Lehrplan |
Photopigmente Hinweis auf das Vorliegen lichtabhängiger und lichtunabhängiger Reaktionssysteme; Durschführen einer chromatographischen Trennung der Blattfarbstoffe; Aufzeigen der Funktion des Chlorophyll: Lichtabsorption, Anregung, Ionisierung Elektronentransport Wasser als Elektronendonator; NADP+ als Elektronenakzeptor (vereinfachte Darstellung); Photophosphorylierung Bildung von ATP; Formulieren der Bruttogleichung; Hinweis auf O-18-Tracermethode |
| Literatur |
elemente chemie 13, S.30- DIFF B1: Photosynthese PdNB 5/44 (1995) Kohlenstoffkreislauf Löwe: Biochemie(1989)S.103-123 Kiechle/Christen: Vom Atom zum Makromolekül S.241-253 |
| Medien |
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| Geräte | |
| Chemikalien |
Pigmente
der Photosynthese
Wirksamkeit
verschiedener Spektralbereiche für die Photosynthese?
Engelmannscher Versuch: Fadenförmige Grünalgen, sauerstoffbedürftige Bakterien, Spektrum

Ansammlung
der Bakterien an den Stellen mit größter Sauerstoffproduktion: Maximum im Rot
und Blau, dazwischen weniger.
Strahlung
kann nur wirksam werden, wenn die absorbiert wird.
Versuch:
Chromatographie der Blattpigmente
1.
Herstellung einer Rohchlorophylllösuung
Tiefgefrorener
Spinat wird in einer Reibschale mit einer Sp Calciumcarbonat versetzt (zur
Neutralisation der in den Blättern enthaltenen Säuren) und mit etwa der fünffachen
Menge Aceton verrieben. Der Farbstoff-Extrakt wird in ein Rg abfiltriert, mit
ca. 1 ml Petrolether versetzt und dann mit Wasser verdünnt. Man schüttelt gut
durch (Überdruck!) und wartet, bis sich die Petroletherphase oben als dunkelgrüne
Schicht abscheidet.
Nach
dem gleichen Verfahren kann man frisches Blattmaterial (Blutbuche o.ä.) nach
Zerreiben mit Sand extrahieren.
2.
Dünnschichtchromatographie
Die Rohchlorophyllösung wird in einer Kapillare strichförmig auf der mit Bleistift markierten Startlinie aufgetragen (oder nach Eintauchen mit Aceton zur Startlinie hochsteigen lassen).

Entwicklung
des Chromatogramms mit Petrolether/Aceton 3:1. Wegen Lichtempfindlichkeit der
Farbstoffe starke Beleuchtung vermeiden. Nach dem Herausnehmen Frontlinie
markieren und die Farbstoffbanden umranden (die Farben verblassen später größtenteils)
Ergebnis:
ß-Carotin, Chlorophyll a (blaugrün), Chlorophyll b (gelbgrün), Xanthophylle
Chlorophyll
a,b als wichtigstes Blattpigment
-
Magnesium als Zentralatom
-
Tetrapyrrol-Ringsystem mit konjugierten Doppelbindungen (Farbe!)
-
hydrophile und lipophile Eigenschaften
-
Fluoreszenz
Versuch:
Fluoreszenzinduktion in vivo
Bestrahlung
eines teilweise mit Schablone abgedeckten Blattes mit blauem Licht
(CuSO4-Filter) bei verdunkeltem Raum, anschließend Betrachtung des Blattes nach
Entfernung der Schablone durch ein Rotfilter.
Ergebnis:
Die von der Schablone verdeckten Teile des Blattes leuchten hell auf
(Fluoreszenz).
Deutung:
Fällt Licht auf ein vorher abgedunkeltes Blatt, so benötigt der
Photosynthesemechanismus einige Zeit, um in Gang zu kommen. So lange wird das
eingestrahlte Licht nicht für die PS genutzt, sondern stattdessen als
Fluoreszenzlicht abgestrahlt.
Photosynthetisch
aktive Blätter zeigen nur geringe Fluoreszenz.
Zusatzversuche:
Hitzedenaturierung
Absorptionsspektren
der Blattpigmente und Vergleich mit dem Aktionsspektrum (=Wirkungsspektrum) der
Photosynthese:
Welchen
Beitrag liefert die Strahlungsabsorption der verschiedenen, im
Photosyntheseapparat vorkommenden Pigmente zur Photosynthese?
Zur
experimentellen Untersuchung dieser Frage mißt man die
O2-Produktion
bei Einstrahlung von Licht verschiedener Wellenlängen, aber gleicher
Quantenstromdichte -> Aktionsspektrum (=Wirkungsspektrum) der Photosynthese:
blau
grün
orange
rot
Ergebnisse
und Schlussfolgerungen aus dem Vergleich der verschiedenen Absorptions- und
Aktionsspektren:
-
Chlorophyll a und b besitzen ausgeprägte Absorptionsmaxima im Rot und Blau,
dabei sind die Maxima bei Chlorophyll b so verschoben, dass dadurch die „Grünlücke“
verkleinert wird.
-
Carotin schließt die Absorptionslücke des Chlorophylls teilweise.
-
Das Aktionsspektrum folgt im wesentlichen dem Absorptionsspektrum der
Blattpigmente Chlorophyll a, b und Carotin.
-
Auch die vom Carotin absorbierte Strahlungsenergie wird für die Photosynthese
genutzt, wenn auch mit etwas geringerem Wirkungsgrad.
Elektronentransport
bei der Lichtreaktion
6
CO2 + 12 H2O -> C6H12O6
+ 6 O2 + 6 H2O
Frage
nach der Herkunft des Sauerstoffs
Bakterienphotosynthese
(grüne Schwefelbakterien):
6
CO2 + 12 H2S -> C6H12O6
+ 12 S + 6 H2O
Schwefelwasserstoff
ist hier Wasserstoffdonator. In Analogie zur Bakterienphotosynthese müßte bei
der Photosynthese der grünen Pflanzen Wasser als Wasserstoffdonator dienen.
Hill-Reaktion:
Isolierte Chloroplasten entwickeln in Gegenwart reduzierbarer Substanzen
Sauerstoff, auch ohne CO2!
O-18-Tracermethode:
Markierung des Wassers mit dem schweren Sauerstoffisotop O-18 -> Der gesamte
O-18 erscheint als photosynthetisch entwickelter Sauerstoff, aber nicht im
Kohlenhydrat:
6
CO2 + 12 H218O
-> C6H12O6 + 6 18O2
+ 6 H2O
Ergebnis:
Wasser spiet die Rolle eines Elektronendonators
Elektronenentzug
aus dem Wasser wird ermöglicht durch Oxidations- und Reduktionsschritte an
einem Chlorophyllmolekül (Reaktionszentrum)
D ->
P ->
A Lichtabsorption
D ->
P* ->
A Pigment im
angeregten Zust.
D ->
P+ e ->
A- Red. des
Elektronenakzeptors
D+ e ->
P ->
A- Ox. des
Elektronendonators
e
-> D
-> P
-> A
-> e
Aufnahme und Agbabe von Elektronen, Wiederherstellung des
Ausgangszustands
zyklische
Photophosphorylierung
-
Begleitet von einem zyklischen Elektronentransport um das Pigmentsystem I
-
Die Elektronen werden vom Akzeptor des Pigmentsystems I nicht in Richtung auf
NADP, sondern wieder zurück auf Plastochinon übertragen.
-
Bei diesem zyklischen Kreislauf werden Protonen über das Plastochinon in das
Thylakoidinnere abgegeben. Der so entstehende Protonengradient (pH-Gradient)
stellt ein elektrochemisches Potential dar, das für die Synthese von ATP
genutzt wird.
-
Die zyklische Photophosphorylierung arbeitet unabhängig vom Pigmentsystem II
und ist damit nicht mit einer Wasserspaltung verbunden.
nichtzyklische
Photophosphorylierung
-
Begleitet von einem linearen Elektronentransport, von Sauerstoffentwicklung und
Reduktion von NADP
3
Teilreaktionen dieses Elektronentransports führen zum Aufbau eines
Protonengradienten, der Energiequelle für die ATP-Synthese:
1.
Protonenfreisetzung bei der Wasserspaltung an der Innenseite der
Thylakoidmembran.
2.
Bei der Reduktion des Elektronenüberträgers Plastochinon werden an der Außenseite
des Thylakoids Protonen aufgenommen und an der Innenseite wieder freigesetzt.
3.
Bei der Reduktion des NADP werden an der Außenseite des Thylakois Protonen
aufgenommen.
Die
eigentliche ATP-Synthese erfolgt nach heutuger Auffassung beim Ausgleich des
Protonengradienten an einem Enzymsystem, der ATP-Synthetase, unabhängig und räumlich
getrennt vom Pigmentsystem.
CO2-Fixierung:
Reduktion:
Glucosebildung:
Aufklärung
der CO2-Reduktion mit Radiokohlenstoff (C-14-Tracermethode)
Frage:
Über welche chemischen Reaktionen wird das CO2 gebunden und in Kohlenhydrat übergeführt?
Probleme:
-
Unterscheidung der Verbindungen, die an der CO2-Reduktion beteiligt sind von
solchen, die an den übrigen biochemischen Reaktionen beteiligt sind ist
schwierig, da es sich zum Teil unm die gleichen Stoffe handelt
-
viele Zwischenprodukte treten aufgrund ihrer schnellen Weiterverarbeitung nur
spurenweise auf.
Prinzip
der Tracermethode mit C-14
-
Pflanzen (einzellige Grünalgen) werden kurzzeitig
mit 14CO2 in Kontakt
gebracht (zur Erfassung der Primärprodukte)
-
Fixierung und Extraktion in
siedendem Alkohol
-
Auftrennung der gelösten Substanzen durch zweidimensionale
Papierchromatographie
-
Autoradiographie: Radioaktiv
markierte Substanzen erzeugen auf Photopapier Schwärzungsflecke
-
Identifizierung der radioaktiv
markierten Substanzen durch Abbauversuche und Co-Chromatographie
Ergebnis:
3-Phosphoglycerinsäure
als Primärprodukt
Ablauf
der Dunkelreaktion - Calvincyclus
CO2-Akzeptor
Primärprodukt Triose(KH)
Ribulose-1.5-biphhosphat Glycerinsäure-3-phosphat Glycerinaldehyd-3-phosphat
Regeneration
des CO2-Akzeptors durch den Calvin-Cyclus
Summengleichung
der Dunkelreaktion:
6
CO2 + 12 NADPH2 + 18 ATP -> C6H12O6
+ 6 H2O + 6 NADP +18(ADP+P)
Zusammenfassung
der Licht- und Dunkelreaktion
Summengleichung
für die Lichtreaktion
12
12
18
12
18 6
2
H2O + 2 NADPH2 + 3 ATP -> 2 NADPH2 + 3 ATP +
O2
Summengleichung
der Dunkelreaktion:
6
CO2 + 12 NADPH2 + 18 ATP -> C6H12O6
+ 6 H2O + 6 NADP +18(ADP+P)
Gesamtgleichung:
6
CO2 + 12 H2O -> C6H12O6
+ 6 O2 + 6 H2O