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Begriff "Organische Chemie"Bedeutung und Entwicklung der Organischen Chemie - charakteristische Merkmale organischer Verbindungen
Historische
Entwicklung der organischen Chemie Ursprünge:
Färberei (Purpur, Indigo), Gerberei, Seifensiederei, Gärungsgewerbe, Heilkunde erste
organische Verbindungen: Bleizucker, Brechweinstein (Wein in antimonhaltigen Gefäßen),
Harnstoff aus Harn, Harnsäure, Zitronensäure, Oxalsäure aus Sauerklee Kohlenstoff
als gemeinsamer Bestandteil (neben Wasserstoff, Sauerstoff und zuweilen
Stickstoff) Zweiteilung
der Chemie in organische und anorganische Chemie seit 1777 vis-vitalis-Hypothese:
Organische Stoffe können nur in Lebewesen durch das Wirken einer
geheimnisvollen Kraft (vis vitalis) entstehen. Wöhlers
Harnstoffsynthese 1824-1827 aus Ammoniumcyanat NH4OCN Entwicklung der organischen Chemie Bedeutung
der organischen Chemie in der heutigen Welt -
Ernährung (Düngemittel, Pflanzenschutz) -
Gesundheit (Arzneimittel) -
Bekleidung (Chemiefasern) -
Kunststoffe -
Biochemie charakteristische
Merkmale organischer Verbindungen Versuche: -
Benzin, Ethanol, Terpentin o.ä. auf feuerfester Unterlage mit Bunsenbrenner
entzünden -
Zucker, Eiweiß, Fett im Rggl. erhitzen -
auf die gleichen Substanzen konz. Schwefelsäure einwirken lassen, evt. erwärmen -
Löslichkeit von Zucker, Fett, Naphthalin in Wasser, Ethanol und Benzin prüfen -
Leitfähigkeitsprüfung von Kochsalz-, Rohrzucker- und Harnstofflösung Brennbarkeit:
Die meisten organischen Verbindungen sind brennbar, viele sind feuergefährlich. Zersetzbarkeit:
Durch Hitze oder chemische Agenzien erleiden organische Substanzen leicht eine
Zersetzung (Haltbarkeit?) Geruch:
Viele organische Substanzen sind durch einen typischen Geruch gekennzeichnet
(Wohlgeruch - Gestank) Löslichkeit:
Wasserlöslichkeit ist eher die Ausnahme als die Regel - meist löslich in
organischen Lösungsmitteln Dissoziation
tritt meist nicht auf. Qualitativer
Nachweis von Kohlenstoff in
organischen Verbindungen (Wiederholung der qualitativen Analyse) Versuch: Erhitzen von Stärke mit Kupfer(II)-oxid; Nachweis des Kohlenstoffdioxids durch Trübung von Kalkwasser Die Bindungsverhältnisse in Kohlenstoffverbindungen ermöglichen den Aufbau sehr komplexer Strukturen aus folgenden Gründen: - Kohlenstoff ist vierbindig
- Kohlenstoff bildet starke Bindungen mit sich selbst aus, z.B. Hexan C6H14
- Kohlenstoff bildet auch Doppel- und Dreifachbindungen aus, z.B. Ethen, Ethin
- Auch andere Elemente werden bevorzugt kovalent gebunden
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