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Begriff "Organische Chemie"

Bedeutung und Entwicklung der Organischen Chemie - charakteristische Merkmale organischer Verbindungen

 

Lehrplan

Aufzeigen der historischen und modernen Abgrenzung zur anorganischen Chemie (->W); experimentelle Demonstration der Kennzeichen organischer Verbindungen  

Literatur

 - Erfinder und Wissenschaftler S.130: Friedrich Wöhler

Medien   
Geräte
Chemikalien

 - Weinsäure - Zitronensäure

- Traubenzucker - Indigo

- Krappwurzel, Alizarin

- Harnstoff

 

Historische Entwicklung der organischen Chemie

 Ursprünge: Färberei (Purpur, Indigo), Gerberei, Seifensiederei, Gärungsgewerbe, Heilkunde

 erste organische Verbindungen: Bleizucker, Brechweinstein (Wein in antimonhaltigen Gefäßen), Harnstoff aus Harn, Harnsäure, Zitronensäure, Oxalsäure aus Sauerklee

 Kohlenstoff als gemeinsamer Bestandteil (neben Wasserstoff, Sauerstoff und zuweilen Stickstoff)

 Zweiteilung der Chemie in organische und anorganische Chemie seit 1777

 vis-vitalis-Hypothese: Organische Stoffe können nur in Lebewesen durch das Wirken einer geheimnisvollen Kraft (vis vitalis) entstehen.

 Wöhlers Harnstoffsynthese 1824-1827 aus Ammoniumcyanat NH4OCN

 Entwicklung der organischen Chemie

 Bedeutung der organischen Chemie in der heutigen Welt

 - Ernährung (Düngemittel, Pflanzenschutz)

- Gesundheit (Arzneimittel)

- Bekleidung (Chemiefasern)

- Kunststoffe

- Biochemie

 

charakteristische Merkmale organischer Verbindungen

 Versuche:

- Benzin, Ethanol, Terpentin o.ä. auf feuerfester Unterlage mit Bunsenbrenner entzünden

 - Zucker, Eiweiß, Fett im Rggl. erhitzen

 - auf die gleichen Substanzen konz. Schwefelsäure einwirken lassen, evt. erwärmen

 - Löslichkeit von Zucker, Fett, Naphthalin in Wasser, Ethanol und Benzin prüfen

 - Leitfähigkeitsprüfung von Kochsalz-, Rohrzucker- und Harnstofflösung

  

Brennbarkeit: Die meisten organischen Verbindungen sind brennbar, viele sind feuergefährlich.

Zersetzbarkeit: Durch Hitze oder chemische Agenzien erleiden organische Substanzen leicht eine Zersetzung (Haltbarkeit?)

Geruch: Viele organische Substanzen sind durch einen typischen Geruch gekennzeichnet (Wohlgeruch - Gestank)

Löslichkeit: Wasserlöslichkeit ist eher die Ausnahme als die Regel - meist löslich in organischen Lösungsmitteln

Dissoziation tritt meist nicht auf.

  

Qualitativer Nachweis von Kohlenstoff

in organischen Verbindungen (Wiederholung der qualitativen Analyse)

Versuch: Erhitzen von Stärke mit Kupfer(II)-oxid; Nachweis des Kohlenstoffdioxids durch Trübung von Kalkwasser

Die Bindungsverhältnisse in Kohlenstoffverbindungen ermöglichen den Aufbau sehr komplexer Strukturen aus folgenden Gründen:

- Kohlenstoff ist vierbindig

- Kohlenstoff bildet starke Bindungen mit sich selbst aus, z.B. Hexan C6H14

- Kohlenstoff bildet auch Doppel- und Dreifachbindungen aus, z.B. Ethen, Ethin

- Auch andere Elemente werden bevorzugt kovalent gebunden