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Bildergalerie
Wettbewerbe

FTG

SIGNO-Erfinderclub

SIGNO ist ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), www.signo-deutschland.de

 

Forscherclub am

Tassilo-Gymnasium

Simbach am Inn

 

Der Forscherclub am Tassilo-Gymnasium bietet ein Forum, auf dem sich über das schulische Angebot hinaus naturwissenschaftlich-technische Begabungen und Interessen kreativ entfalten können. Schüler und Schülerinnen unterschiedlicher Jahrgangsstufen verbringen jeden zweiten Freitag Nachmittag im Schullabor mit Experimentieren, Forschen und Konstruieren.

Unser Themenspektrum ist sehr breit angelegt, um den vielfältigen Interessen der Schüler entgegen zu kommen, und die Schwerpunkte werden von Jahr zu Jahr entsprechend ihren unterschiedlichen Neigungen gewählt, z.B.:

  • Nutzung regenerativer Energiequellen und Rohstoffe
  • Neue Werkstoffe
  • Mikrobiologie, Biotechnologie
  • Bionik
  • Instrumentelle chemische Analytik
  • Steuerung und Regelung mit Computer

Natürlich können wir nicht mit den großen Forschungs- und Entwicklungszentren konkurrieren. Unsere Ziele liegen im Bereich der Propädeutik und dienen der individuellen Förderung fachlicher und sozialer Kompetenzen:

  • Förderung von Kreativität, Innovationskraft, Erfindergeist
  • Informationen über Schutzrechte: Patente und Muster
  • Präsentation der Projekte auf Messen und Wettbewerben
  • Selbständiges Planen und Konstruieren
  • Förderung von Teamarbeit
  • Fachkompetenz in zukunftsweisenden Technologien, z.B. Biotechnologie und Biochemie, Solarenergie-Nutzung, Recycling-Technologien, Computer- und Informationstechnologie
  • Hinführung zu wirtschaftlichem Denken, Kosten-Nutzen-Analyse
  • Förderung der Eigeninitiative
  • realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Defizite
  • Fähigkeit zur Selbstkritik
  • Wertorientierung

Voraussetzung für die Bearbeitung dieser vielfältigen Themen ist eine entsprechend universelle Ausstattung. Unser Schullabor konnte durch finanzielle Unterstützung  u.a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderung als SIGNO-Erfinderclub), Förderverein der Schule, Fonds der chemischen Industrie und Sponsorpool Jugend forscht kontinuierlich ausgebaut werden. Konstruktionen aus Holz, Kunststoff, Glas und Metall können mit geeigneten Werkzeugen realisiert werden. Zur Herstellung elektronischer Schaltungen stehen Regale voller Bauelemente und Messgeräte zur Verfügung. Chemische Laborgeräte und Chemikalien in großer Auswahl ermöglichen auch anspruchsvolle Experimente. Computer dürfen natürlich nicht fehlen. Viele wertvolle Bauelemente haben wir beim Zerlegen von Industrie- und Elektronikschrott erhalten. Für Versuche aus dem Bereich Mikrobiologie und Biotechnologie bauten unsere Schüler eine sterile Werkbank und der Genkoffer „Blue Genes“ bildete die Initialzündung für den Einstieg in die Molekularbiologie.

Die in der Vergangenheit erzielten Erfolge beweisen, dass sich unser Konzept bewährt hat. Seit 1992 sind die Schüler des Tassilo-Gymnasiums regelmäßig bei naturwissenschaftlichen Wettbewerben vertreten und wurden mit zahlreichen Preisen bedacht. Einige Höhepunkte aus der Tätigkeit der vergangenen Jahre können in der Bildergalerie eingesehen werden.

Als 1992 erstmals ein Schüler unserer Gruppe am Wettbewerb Jugend forscht teilnahm und zum Landessieger avancierte, war das der Auftakt zu einer verstärkten Präsentation der Arbeiten bei den naturwissenschaftlichen Wettbewerben:

  • Jugend forscht  
  • Schüler experimentieren
  • Erfinderwettbewerb „i hoch 3“
  • Bundesumweltwettbewerb
  • Wettbewerb „Umweltfreundlicher Chemieunterricht“

Unsere Gruppe stellte in der Folgezeit 14 Regionalsieger, 4 erste und 4 weitere Landessieger sowie einen Bundessieger und zahlreiche Sonderpreise auf Bundesebene. Ein Team durfte sogar seine Arbeit auf der EXPO 2000 in Hannover präsentieren.

Im Lauf der Zeit entstanden auch Arbeiten mit innovativem Charakter, u.a. ein Dachziegel, der gleichzeitig als thermischer Solarkollektor funktioniert, ein Computerprogramm zur Auswertung von Chromatogrammen, die zuvor mit einem handelsüblichen Scanner eingelesen wurden oder eine neuartige computergesteuerte Titriermaschine. Manchmal kam auch der Zufall zu Hilfe. Als z.B. in unserem Schullabor plötzlich alle Kupfersulfatlösungen verschimmelten, war das der Anstoß zur Erforschung eines extrem Schwermetall-toleranten Schimmelpilzes. Große Anerkennung fand ein Computermodell zur Hochwasservorhersage für Bäche und kleinere Flüsse. Nicht selten ist ein Mangelzustand die Triebfeder des Erfolgs, indem gerade das Fehlen eines teuren Geräts oder der Zwang zur Sparsamkeit Improvisationen und originelle Problemlösungen bewirkt. Eine sterile Werkbank wurde gebaut - eine unverzichtbare Ausrüstung für anspruchsvollere Versuche im Bereich Mikrobiologie, Zell- und Gewebekulturtechnik. Erstmals konnte in unserem Schullabor eine gezielte Genübertragung an Bakterien durchgeführt werden, natürlich in Form einer völlig unbedenklichen Variante. Sogar  die Polymerase-Kettenreaktion, eine Technik zur Vermehrung winzigster DNA-Spuren die auch beim genetischen Fingerabdruck angewandt wird, gelang auf Anhieb. Als Beispiele für weitere Arbeiten seien genannt: "Konstruktion eines Fotometers mit Tauchsensor", "Chromatographische Auftrennung selbst hergestellter farbiger Aminosäurederivate" und "Diagnose von Schädigungen des Photosyntheseapparates durch Messung der Chlorophyllfluoreszenz in vivo".

 Als Teil einer langfristigen Strategie liegt der Nutzen unseres Forscherclubs für die Gesellschaft in der

  • Förderung besonderer Begabungen
  • Schaffung eines innovationsfreundlichen Klimas

Für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe lohnt es sich, zu investieren. Dass Forschung und Entwicklung auch bei größtmöglicher Sparsamkeit Geld kostet, versteht sich von selbst. Es ist zwar richtig, dass viele unserer Innovationen gerade deshalb gefunden werden, weil der Kostenfaktor eine sparsamere Lösung erzwingt. Andererseits geht beim Arbeiten mit ungeeignetem Material viel wertvolle Zeit verloren. Um den Stand der Technik kennen zu  lernen ist eine moderne Geräteausstattung nötig. Besonderer Dank gilt deshalb allen Sponsoren, die durch ihre Unterstützung zu den Erfolgen beigetragen haben: dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für die Förderung als SIGNO-Erfinderclub, dem Förderverein des Tassilo-Gymnasiums, dem Fonds der chemischen Industrie, der Sparkasse Rottal-Inn und dem Sponsorpool „Jugend forscht.

SIGNO ist ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), www.signo-deutschland.de