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1.1 Grundstrukturen und Leistungen des Nervensystems beim Menschen

1.1.1 das Neuron als Grundbaustein

1.1.2 animales Nervensystem (ZNS u. peripheres NS)

1.1.3 autonomes Nervensystem

1.1.4 Gesundheitsgefährdung durch Suchtmittel  

 

1.1.1 das Neuron als Grundbaustein

Lehrplan

Nervenzelle mit markhaltiger Nervenfaser

exemplarische Darstellung des Bauplans; Ansprechen der jeweiligen Grundfunktion der Bauteile; Synapse als interzelluläre Kontaktstelle

Literatur  
Medien

 Dias, Folien: Neurone, Schnitte vom ZNS -  Gehirn-Präparat - Gehirn-Modell

Geräte
Chemikalien, Material   

Einführungsgedanken: 

- Leistungen des Gehirns, Komplexität, ca. 1010 Nervenzellen mit je 103-104 Synapsen, 300000-400000 km, 1400 g Verbindungsfasern!

- Vergleich mit Computer (spontane Aktivität, Impulsfrequenzcodierung, Zielsetzung)

- Schwierigkeiten bei der Erforschung (Neuroanantomie; experimentelle Methoden (EEG, EMG, EKG, Positronenemissionstomographie)

- Plastizität des Gehirns (Gehirnentwicklung unter dem Einfluss von Umweltfaktoren, Bedeutung des ersten Lebensjahres, Einwirkung von Drogen, Anpassungsfähigkeit nach Verletzungen, Versuche mit Katzen)

- Entstehung von Bewusstsein? Empfindungen?

- Die Nervenzelle (Neuron) als funktionelle Einheit des Nervensystems

 

Begriffe:

Neuron: Nervenzelle mit Zellkörper, Dendriten, Axon und Synapse

Nerv: Bündel von Axonen, von einer Bindegewebshülle umgeben

Soma: Zellkörper

Dendriten: baumartige Fortsätze; hier enden die Neuriten anderer Nervenzellen

Neurit, Nervenfaser (= Axon + Hülle): verbindet die Nervenzelle mit anderen Zellen - nur ein

Neurit pro Nervenzelle

Kollaterale: Axon-Verzweigungen)

Synapse: Verbindungsstelle zwischen zwei Neuronen bzw. zwischen Neuron und Muskelzelle zur Informationsübertragung (ein Neuron kann bis zu 10000 Synapsen haben!)

unterscheide markhaltige und marklose Nervenfasern (Leitungsgeschwindigkeit!)

Markscheide (Myelin-Hülle); Schwannsche Zelle, Ranvierscher Schnürring

 

1.1.2 animales Nervensystem (ZNS u. peripheres NS)  

Lehrplan anatomische und funktionelle Gliederung des Zentralnervensystems im Überblick; Bedeutung des peripheren Nervensystems: Afferenz und Efferenz  
Literatur  
Medien  
Geräte
Chemikalien, Material   

 

Gliederung des Nervensystems bei Wirbeltieren und Menschen und Überblick über einzelne Funktionen der Gehirnteile:

 

Großhirn: - Bewusstsein - Intelligenz - Gedächtnis - Wille - Denken

Zwischenhirn: - Tast-, Temperatur-, Schmerzempfindung; - vegetative Funktionen wie Hunger, Durst, Wasserhaushalt, Atmung, Schlaf, Blutdruck, Zucker-, Fettstoffwechsel

Mittelhirn: - Schaltstelle für optische und akustische Reflexe (Akkomodation, Adaptation) - Wach- und Schlafrhythmus

Brücke und Kleinhirn: - Bewegungssteuerung - Tonuskontrolle - Gleichgewicht

Verlängertes Mark: - Schalt- und Durchgangsstelle - Sitz lebenswichtiger Reflexe (Husten-, Nies-, Schluck-, Brech-,   Lidschlussreflex - Atem- und Kreislaufzentrum

Querschnitt durch das Rückenmark:

Hinterwurzel - weiße Substanz - graue Substanz - Spinalganglion - afferentes Neuron (sensibel) - efferentes motorisches Neuron

- graue Substanz = Schmetterlingsfigur besteht aus den Zellkörpern der efferenten Fasern (ca. 200000 angeschnitten)

- weiße Substanz - wird von den auf- und absteigenden Fasern gebildet (ca. 12000)

- Hinterwurzel- oder Spinalganglion - hier liegen die Zellkörper der afferenten Fasern

 

 

Beziehung zwischen Sinneswahrnehmung, Gehirnleistung und Muskeltätigkeit

- graue Substanz = Schmetterlingsfigur besteht aus den Zellkörpern der efferenten Fasern (ca. 200000 angeschnitten)

- weiße Substanz - wird von den auf- und absteigenden Fasern gebildet (ca. 12000)

- Hinterwurzel- oder Spinalganglion - hier liegen die Zellkörper der afferenten Fasern  

 

 

motorisches Rindenfeld 

sensorisches Rindenfeld

Riechhirn

primäre Sehrinde

Hörzentrum

Sprachverständnis-Zentrum

motorisches Sprachzentrum

 

motorisches Rindenfeld                                                                            sensorisches Rindenfeld

 

 

1.1.3  autonomes Nervensystem (= vegetatives Nervensystem)

Lehrplan

antagonistische Wirkung von Sympathikus und Parasympathikus

exemplarische Darstellung; Hinweis auf Möglichkeiten der Beeinflussung, z.B. autogenes Training, Psychopharinaka (- GE)

(ca. 6 Std.)

Literatur  
Medien  
Geräte
Chemikalien, Material   

Aufgaben des vegetativen NS

Regelung von Atmung, Kreislauf, Verdauung, Stoffwechsel, Sekretion, Körpertemperatur, Fortpflanzung

- keine direkte willkürliche Kontrolle, daher auch unwillkürliches oder autonomes Nervensystem

Antagonismus (Gegenspieler-Prinzip)

- Sympathikus und Parasympathikus innervieren (meist) die selben Organe, wirken aber als Antagonisten.

- Sympathikus-Erregung (Adrenalinausschüttung) steigert die Fähigkeit zu Arbeitsleistung, Angriff oder Flucht.

- Parasympathikus-Erregung fördert Verdauung und Erholung des Körpers.

 

Symptome der Sympathikus-Erregung:

  • weite Pupillen

  • gesteigerte Herzfrequenz

  • gesteigerte Atemfrequenz

  • gehemmte Verdauung

Symptome der Parasympathikus-Erregung:

  • kleine Pupillen

  • niedrige Herzfrequenz

  • niedrige Atemfrequenz

  • Verdauung angeregt

Möglichkeiten der Beeinflussung des vegetativen Nervensystems durch 

- autogenes Training, Biofeedback

- Psychopharmaka (Indikation? Gewöhnung, Suchtpotential)

 

Stress und Stressbewältigung

Psychosomatik: Wechselwirkungen zwischen seelischen und körperlichen Vorgängen