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Radioaktivität
Strahlung radioaktiver Stoffe
Entdeckung der Radioaktivität
durch BECQUEREL
RÖNTGEN
1895: Kathodenstrahlen erzeugen beim Auftreffen auf feste Körper Röntgenstrahlung Hypothese
von Becquerel: Wenn Röntgenstrahlen im Zusammenhang mit Fluoreszenz entstehen,
könnte vielleicht auch Licht beim Auftreffen auf fluoreszierende Stoffe Röntgenstrahlen
erzeugen. Nach
vielen Fehlschlägen: Versuche mit Kaliumuranylsulfat
Folgerichtigkeit
seiner Gedanken! Wegen schlechten
Wetters Aufbewahrung von Photoplatte und Uransalz in der Schublade aber: Auch in der
Dunkelheit Schwärzung! Versuche mit den
verschiedensten Verbindungen: nur uranhaltige Salze sandten diese durchdringende
Strahlung aus. Entdeckung der radioaktiven Elemente Radium, Polonium und Thorium
Das Uranerz
Pechblende ist stärker radioaktiv als reines Uran - Suche nach unbekanntem
Bestandteil durch Marie CURIE - aus Wismutfraktion: Polonium, aus
Bariumfraktion: Radium Komponenten der radioaktiven Strahlung
Verhalten von Radiumstrahlen in einem elektrischen Feld:
-
drei Komponenten: a-,
b-
und g-Strahlung -
Bahnkrümmung bei den b-Strahlen
bedeutend größer als bei den a-Strahlen.
g-Strahlen werden nicht abgelenkt.
Wirkung radioaktiver
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Nuklid:
Durch Angabe der Protonen- und Neutronenzahl eindeutig charakterisierte
Kernart |
z.B.

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Isotope:
gleiche Protonenzahl (=Kernladungszahl), unterschiedliche Neutronenzahl |
a-Zerfall
Nur
bei schweren Kernen, z.B.

Schwere
Kerne enthalten mehr Neutronen als Protonen. Wenn der Kern wegen zu vieler
Protonen instabil ist, können a-Teilchen
ausgesandt werden. Dadurch verringert sich der relative Anteil der Protonen.
b-Zerfall
Beispiel:

Bei
überschüssigem Neutron: Stabilisierung des Kerns durch Aussendung eines
Elektrons -> Umwandlung eines Neutrons in ein Proton:
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Verschiebungssätze von FAJANS und SODDY: - Ausstrahlung eines Heliumkerns führt zur
Erniedrigung der Nukleonenzahl um vier, der Kernladungszahl um zwei
Einheiten. - Beim b-Zerfall
erhöht sich die Kernladungszahl um eine Einheit, die Nukleonenzahl
(Kernmassenzahl) bleibt unverändert. |
b+-Zerfall
- Positronenstrahlung
Beispiel:
Bei
Neutronenunterschuss: Stabilisierung des Kerns durch Aussendung eines Positrons
-> Umwandlung eines Protons in ein Neutron:
K-Einfang
Beim
K-Einfang entsteht ein neuer Atomkern mit einer um 1 verminderten
Kernladungszahl und einer gegenüber dem Ausgangskern unveränderten
Nukleonenzahl:
Übungen
mit Zerfallsreihen, Formulierung von Zerfallsvorgängen
Uran-238-Zerfallsreihe:
abb aaaaa bba
bba
Thorium-Zerfallsreihe:
abba aa abba
Zylinder
mit Draht als Innenelektrode

Das
einfallende Teilchen erzeugt längs seiner Bahn Ionen, die zu den
entgegengesetzt geladenen Elektroden beschleunigt werden.
-
bei niedrigen Spannungen: Ionisationskammerbereich
-
bei hohen Spannungen kommt es zur Bildung sekundärer Ionenpaare durch Stoßionisation
- Ionenlawine - schließlich ist das gesamte Zählrohrvolumen an der Entladung
beteiligt (Alles-oder-Nichts-Reaktion) - nur noch geringe Verstärkung
erforderlich

Vor Registrierung
eines neuen Teilchens ist Löschung der vorhergehenden Entladung
notwendig:
-
durch großen Widerstand (führt zu so starkem Spannungsabfall, dass die
Entladung nicht aufrechterhalten werden kann) oder
-
durch Puffergas, z.B. einigen Prozent Alkoholdampf. Es wird beim
Zusammentreffen mit Ionen nicht selbst ionisiert, sondern zu innermolekularen
Schwingungen angeregt.
Beurteilung
der Qualität eines Zählrohres nach Totzeit (ca. 0,1 ms) und Lebensdauer
Zählrohre
für verschiedene Strahlenarten:

Die
Kammer enthält mit Wasserdampf gesättigte Luft ( sie enthält die bei der
gegebenen
Temperatur maximale Menge Wasserdampf). Je niedriger die Temperatur ist, desto
weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen; es bilden sich
Wassertröpfchen (Nebel),
bis der Sättigungswert der dieser Temperatur entspricht,
erreicht ist. Die Nebelbildung
erfolgt an den sog. Kondensationskernen, welche sowohl
Staubteilchen als auch
Ionen sein können.
Bei
der "Wilson-Nebelkammer" wird durch eine plötzliche Volumenvergrößerung
(adiabatische Abkühlung) eine Abkühlung erreicht. Diese
Abkühlung hat eine Übersättigung der Luft mit Wasserdampf zur Folge.
Wenn
nun in die staubfreie Kammer ein ionisierendes Teilchen eintritt, so erzeugt es
längs
seines Weges Ionen, an denen sich Wassertröpfchen bilden. Der Weg des
Teilchens
wird als Nebelspur für kurze Zeit sichtbar. Diese Spur kann man fotografieren.
(vergl.
Düsenflugzeug)
-
Übersättigung durch schlagartige Expansion des Gases - Folge der adiabatischen
(Gegenteil: isotherm) Abkühlung
-
Diffusionsnebelkammer arbeitet kontinuierlich
Nebelkammeraufnahmen:
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Beschuss von Stickstoffatomen
mit a-Teilchen
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Gleiche
Reichweite von a-Strahlen a -
Stahlen hinterlassen deutlich, zusammenhängende Nebelspuren, da sie pro
mm ca. 3000-6000 Ionenpaare erzeugen. |
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Bildung
eines Elektron-Positron-Paares durch ein energiereiches g-Quant b
- Strahlen wirken schwächer ionisierend, sie erzeugen nur ca. 4-8
Ionenpaare pro mm. |
Blasenkammer
(ab 1952)
-
vergl. Bierglas
-
Vorteile: Reichweite der Teilchen geringer (Energie!)
-
auch für flüssigen Wasserstoff (Protonen!)
-
technische Schwierigkeiten (Geschwindigkeit, Auswertung, Größe 500l!)
-
Strahlenexposition, Robustheit, Weltraumexperimente
Kernzertrümmerung
durch ein kosmisches Strahlungsteilchen (Kernspurplatte)
Vorläufer:
Spinthariskop

Sekundärelektronenvervielfacher
Vorteile:
-
extrem hohe zeitliche Auflösung (10-9s)
-
Messung der Teilchenenergie möglich
Versuch: Nachweis der Folgeprodukte des Radon-Zerfalls (nach einer Anregung von R. Schwankner)

Der im Chemiesaal an Isolatoren in der Höhe berührungssicher ausgespannte Draht wird mehrere Stunden lang mit negativer Hochspannung aufgeladen. Nach dem Abschalten des Hochspannungs-Netzgeräts werden die am Draht abgeschiedenen Radionuklide abgewischt, indem ein angefeuchtetes zusammengedrücktes Papiertaschentuch am Draht entlanggezogen wird. Das Geiger-Müller-Zählrohr zeigt deutliche Aktivität an, die im Lauf der nächsten Stunden allmählich abklingt.

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Lehrplan |
Zerfallsgesetz:
Aktivität (Bq), Halbwertszeit, Anwendung zur Altersbestimmung
ggf. Demonstration des zeitlichen Verlaufs einer Zerfallsreaktion; Ableiten des Zerfallsgesetzes ausgehend von Meßdaten; Bewußtmachen der statistischen Natur des radioaktiven Zerfalls, ggf. mit Computersimulation |
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Literatur |
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Medien |
Computerprogramm RAD_SIM.BAS |
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Geräte |
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Chemikalien |
Radium als
Beispiel:
Anzahl der in 1 g
Radium enthaltenen Atome:
In der 1. Sekunde
zerfallen davon N = 3,67*1010
Atome, in der 2. Sekunde etwas weniger usw.
Von einem bestimmten radioaktiven Stoff zerfällt in jeder Zeiteinheit ein gleichbleibender Bruchteil der noch vorhandenen Atome.
Nach 1620 Jahren
ist die Hälfte der vorhandenen Atome zerfallen. Nach weiteren 1620 Jahren?

Statistische Natur
des radioaktiven Zerfalls! Über die individuelle Lebensdauer eines Atoms kann
keine Aussage gemacht werden.
Mathematische
Formulierung des Zerfallsgesetzes:
Aktivität eines Radionuklids: Quotient aus der Anzahl der Zerfallsakte DN
und der Zeit Dt, in der diese Zerfälle erfolgen.
DN
ist negativ: Abnahme von N im Laufe der Zeit.
Einheit:
Becquerel (Bq) 1 Bq = 1 * s-1
Grundgesetz des
radioaktiven Zerfalls:
dN = - l N dt Differentialform
Ableitung des
Begriffs der Halbwertszeit T:
Halbwertszeit
T: Die Zeit, in der die ursprüngliche Zahl der Teilchen auf die Hälfte
abgenommen hat.
Zerfallskonstante
l:
Der in einer Sekunde zerfallende Bruchteil eines radioaktiven Stoffes.
Zerfallskonstante
und Halbwertszeit sind eine für jede Kernart charakteristische Konstante
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Lehrplan |
C-14-Methode der
Altersbestimmung
Vorstellen der C-14-Methode; Hinweis auf ihre Bedeutung und Grenzen (->G); einfache Rechenbeispiele für die Anwendung dieser Methode (->Ph13) |
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Literatur |
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Medien |
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Geräte |
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Chemikalien |
Methoden
der radioaktiven Altersbestimmung im Überblick *
Uran-Blei-Methode
und Uran-Helium-Methode [T (U-238) =
4,5 * 109 a]:
- nur für uranhaltige Gesteine
Kalium-Argon-Methode
[T (K-40) = 1,27 * 109 a]
-
wegen großer Verbreitung kaliumhaltiger Mineralien vielseitig anwendbar

Wegen
der langen Halbwertszeit für die Altersbestimmung von Gesteinen zur Erfassung
geologischer Zeiträume geeignet.
C-14-Methode
(Radiokarbon-Methode)
Prinzip der Methode:
Das Verhältnis C-14 / C-12 in der Atmosphäre ist annähernd konstant. Pflanzen nehmen im gleichen Verhältnis bei der Photosynthese CO2 auf und bauen die Kohlenstoffatome in ihre Lebenssubstanz ein. Nach dem Absterben der Organismen wird kein Radiokohlenstoff mehr aufgenommen. Der Gehalt an C-14 nimmt mit dem Alter der Probe ab.
Bildung von Radiokohlenstoff in der Natur
Neutronen aus der kosmischen Höhenstrahlung treffen auf Stickstoffatome
in der Atmosphäre:
b-Zerfall
(T = 5730 a):
ca. 16 Zerfälle
pro min * g Kohlenstoff (frisch)
- bis ca. 50000
Jahre datierbar
Fehlerquellen:
Sonnenaktivität
fossile Brennstoffe (seit Industrialisierung)
Atomversuche in der Atmosphäre
Statistische Unsicherheit
Kalibrierung mit Hilfe von Jahresring-Datierung (Dendrochronologie) und Geschichtsdaten
Die
Halbwertszeit eines Poloniumisotops beträgt 138 Tage.
Welche
Menge ist von 24 g nach 30 Tagen noch vorhanden?
[Ergebnis: 20,6 g]
Die
Aktivität eines radioaktiven Stoffes ist nach 2 Tagen
auf
26,4% der ursprünglichen, und zwar auf 1000/s abgesunken.
a)
Berechne die Halbwertszeit T!
b) Wie viele radioaktive Atome waren anfangs vorhanden?
[Ergebnis:
T = 1,041 d]
Lebende
Organismen, also z.B. das Holz heutiger Bäume, enthalten so viel C-14, dass
sich im Mittel eine Aktivität von A0=15,3
/ min je Gramm Kohlenstoff ergibt. In einer Höhle wurden Reste an Holzkohle
gefunden, die aufgrund ihres Gehaltes an C-14 nur noch eine Aktivität von
12,5 / min aufwiesen. Wie alt
ist die Holzkohle?
[Ergebnis:
t = 1671 a]
Die chemische Untersuchung einer Gesteinsprobe ergab das folgende Massenverhältnis von Blei-206 zu U-238: m(Pb) : m(U) = 0,2. Berechne daraus das Alter der Gesteinsprobe!
[Ergebnis:
t = 1,35
* 109a ]
2
g Kohlenstoff (aus einem antiken Schuh hergestellt) hatten 30% der Aktivität
von 2 g Kohlenstoff aus frischem Holz. Berechne das Alter des Schuhs!
[Ergebnis: t = 10022 a]
In einem Meteoriten wurden 3,5*10-3 l (Normbedingungen) Helium pro 10-6 kg Uran gefunden. Bestimme das Alter des Meteoriten!
[Ergebnis:
t =
1,13 * 1010 a]
In einem uranhaltigen Mineral wurde ein Pb-206/U-238-Verhältnis von 0,15 gefunden. Wie alt ist das Mineral?
[Ergebnis:
t = 1,057 * 109 a]
An einer Mumie wurden 56,2% der Aktivität von C-14 gegenüber der in einer lebenden Substanz gemessen. Wie alt ist die Mumie?
[Ergebnis: t = 4763 a]
Nach
welcher Zeit ist noch 1/1000 der Anfangsmenge des
Radioisotops Ra-226 vorhanden?
[Ergebnis:
t = 16165
a]
Angenommen, 50 g radioaktives Iod 131 (T = 8 Tage) würden bei einen Atomunfall über eine Fläche von 1000 x 1000 km gleichmäßig verteilt. Welche Aktivität wäre dann anfänglich pro Quadratmeter nachweisbar?
[Ergebnis:
A = 230497 Bq]
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Lehrplan |
biologische Strahlenwirkung und Strahlenschutz (4h) (->B12;
->GE,U,W) LZ:
Unterschied Energiedosis (Gy) - Äquivalentdosis (Sv) Strahlenbelastung LI: Gegenüberstellen der natürlich und der zivilisatorisch bedingten Strahlenbelastung; Unterscheiden zwischen stochastischen und nichtstochastischen Strahlenschäden; Ansprechen der Grenzwertproblematik und der Überwachung; Bewusst machen, dass zur Klärung bestimmter Fragestellungen nur bestimmte Messverfahren geeignet sind. |
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Literatur |
PdNB 4/36 (1987) Volkmer:
Kernenergie DIFF: Atom- und Kernphysik 4 |
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Medien |
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Geräte |
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Chemikalien |
Einheiten der
Strahlenmessung:
Strahlendosis
unterscheiden von der Aktivität einer radioaktiven Substanz (Bq) ->
Strahlenwirkung!
Energiedosis:
diejenige Energie, die bei Bestrahlung auf ein bestimmtes Material übertragen,
von diesem also absorbiert wird (Verhältnis zwischen der von dem durchstrahlten
Stoff absorbierten Energie und seiner Masse)
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| Zellverband mit Beta-Strahlen einer angenommenen Energiedosis von 1 Gy bestrahlt. Biologische Strahlenwirkung in relativen Einheiten = 1 | Zellverband mit Alpha-Strahlen einer angenommenen Energiedosis von 1 Gy bestrahlt. Biologische Strahlenwirkung in relativen Einheiten = 20 |
Äquivalentdosis:
Energiedosis, multipliziert mit einem Bewertungsfaktor (Qualitätsfaktor) q (der
biologischen Wirksamkeit), denn bei gleicher Energieabsorption sind die
verschiedenen Strahlenarten unterschiedlich biologisch wirksam.
q = 1: Röntgen,
g, b
q = 2-10:
Neutronen, Protonen
q = 20: a
Einheit:
1 Sv (Sievert) = 1 J/kg
Strahlenbelastung
des Menschen
natürliche
Strahlenbelastung
kosmische
Strahlung
natürliche
radioaktive Stoffe des Erdbodens
inkorporierte
natürliche radioaktive Stoffe (Radon, Kalium-40)
zivilisatorisch
bedingte Strahlenbelastung
Röntgen- und
Gammastrahlung in der Medizin
Bremsstrahlung
von Bildschirmen
Rohphosphate
Fliegen in großen
Höhen
Kernkraftwerke
Fallout von
Kernwaffenversuchen
Biologische
Strahlenschäden
Einwirkung
radioaktiver Strahlung auf Zellen
->
Anregung oder Ionisation von Molekülen durch absorbierte Strahlenenergie ->
Veränderungen z. B. an Proteinen, Enzymen, Nukleinsäuren (DNS), Veränderungen
an Soma (=Körper)- bzw. Keimzellen
nichtstochastische
Schäden (nicht
zufallsbedingte Effekte) z. B. Strahlenkrankheit, wobei in Abhängigkeit von der
Dosis verschiedene Symptome auftreten können (z. B. Hautrötungen, Übelkeit,
Geschwüre, Haarausfall, Veränderungen des Blutbilds), Trübungen der
Augenlinse
Diese Schäden
treten auf, wenn eine gewisse Schwellendosis (je nach Gewebe 0,25 - 1 Sv) überschritten
wird. Bei überschwelligen Dosen
ist die Schwere des Schadens der
Strahlendosis proportional.
stochastische
Schäden (zufallsbedingte
Effekte)
Krebs
Leukämie
Erbschäden
bei Nachkommen
Für diese Schäden,
die auf einer Schädigung der DNS beruhen, gibt es keinen Schwellenwert. Die Häufigkeit
der Schäden ist der Strahlendosis proportional.
Sie können Folge
sowohl einer einmaligen hohen Strahlenbelastung, als auch einer längeren
schwachen Strahleneinwirkung sein. Krebs und Leukämie können als Spätschäden
u. U. erst nach Jahren auftreten.
Mutationen (Veränderungen
der DNS) im Erbgut der Keimzellen wirken sich erst bei den Nachkommen aus.
Bei kurzzeitiger
Ganzkörperbestrahlung von über 7 Sv kommt es zum Strahlentod.
Strahlenschutz
Das Ziel der
Strahlenschutzmaßnahmen ist es, die Strahlenbelastung der Bevölkerung so
niedrig wie möglich zu halten. Strahlenschutzmaßnahmen sind z.B.
Abstand
Da die Intensität der Strahlung mit zunehmender Entfernung stark
abnimmt, ist von radioaktiven Präparaten Abstand zu halten.
Beispiel: Wird eine kugelförmige radioaktive Substanz (d = 1 cm) durch
Anfassen mit einer Pinzette in 10 cm Abstand gehalten (= 10-fache Entfernung), dann ist die Strahlungsintensität 1/102
= 1/100 des ursprünglichen Wertes.
Abschirmung
Radioaktive Stoffe müssen so abgeschirmt werden, dass die von ihnen
ausgehende Strahlung so geschwächt wird, dass sie keine Gefährdung darstellt.
Kontrolle
- Falls unvermeidbar, sollte eine Strahlenexposition möglichst kurz
sein.
- Die Belastung
strahlenexponierter Personen muss ständig kontrolliert
werden.
- Beim Umgang mit radioaktiven Stoffen sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, dass radioaktive Stoffe weder
eingeatmet, noch auf anderen Wegen (z.B. über Wunden) in den Körper gelangen können.
- Einhaltung der
Sicherheitsvorschriften