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Eigenschaften, Bau und Bedeutung von Salzen 10h
6.2 Ionenbildung: Kation, Anion, Ionenladung 6.3 Ionenbindung und Ionengitter Vorkommen und Bedeutung von Salzen Energie- und Strukturuntersuchungen bei Salzen Übung: Bildungsmöglichkeiten von Salzen I Übung: Bildungsmöglichkeiten von Salzen II Übung: Spurenanalytik - Quantitative Eisenbestimmung Übung: Spurenanalytik - Quantitative Eisenbestimmung Übung: Ionennachweise und Identifizierung unbekannter Substanzen Übung: Auffinden schwerlöslicher Ionenverbindungen Übung: Leitfähigkeitstitration
Eigenschaften, Bau und Bedeutung von Salzen 10hDie
experimentelle Untersuchung von Salzen und die Deutung der Befunde auf der Ebene
der Teilchen führen zum Ionenmodell und zur Beschreibung der in diesen
Verbindungen wirksamen Kräfte durch die Ionenbindung. An Beispielen, die ggf.
Salzlagerstätten des Heimatraums einbeziehen, sollen die Schüler eine
Vorstellung von der vielfältigen Bedeutung von Salzen erhalten. Grundbegriffe: Salz, Kation, Anion, Elektrolyse, Ionengitter, Gitterenthalpie Ionen als LadungsträgerElektrolyte und Nichtelektrolyte (Leitfähigkeitsuntersuchungen)
Versuch: Leitfähigkeitsuntersuchung folgender Lösungen:
- destilliertes Wasser - Leitungswasser - Harnstoff - Kochsalz - Kupfersulfat - Rohrzucker - Natronlauge - Salzsäure - Alkohol Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung den Strom leiten. Beim Lösen von Elektrolyten (Säuren,
Laugen, Salze) in Wasser entstehen frei bewegliche Ladungsträger, die Ionen. Versuch: Leitfähigkeit geschmolzener Feststoffe (Zucker, Natriumthiosulfat) (in
Rggl. Schmelzen, Leitfähigkeitselektrode eintauchen) Ergebnis: Salze leiten in geschmolzenem Zustand den elektrischen Strom; sie sind nicht aus Molekülen, sondern aus elektrisch geladenen Teilchen, den Ionen aufgebaut. Beim Schmelzen werden die Bausteine eines Feststoffes beweglich. Unterschied zu metallischen Leitern? Formulierung neuer Fragen: - Welche Vorgänge spielen sich beim Stromfluss durch einen Elektrolyten ab? Erfolgt die Trennung in entgegengesetzt geladene Ionen erst unter dem Einfluss des elektrischen Stroms oder liegen von Anfang an getrennte Ionen vor? - Welche Ladung transportieren die einzelnen Ionen? - Unterscheiden sich die Ionen hinsichtlich ihrer Wanderungsgeschwindigkeit? Gefrierpunktserniedrigung
Problemstellung: Erfolgt die Trennung in Ionen unter dem Einfluss des elektrischen Stroms oder besteht die Trennung in Ionen von Anfang an? Wodurch unterscheiden sich Lösungen von reinen Lösungsmittel? - Dampfdruckerniedrigung – Siedepunktserhöhung - Gefrierpunktserniedrigung Versuch:
Ergebnis: - Die Gefrierpunktserniedrigung ist der gelösten Stoffmenge proportional. - Gleiche Stoffmengen verschiedener Nichtelektrolyte bewirken in der gleichen Menge desselben Lösungsmittels die gleiche Gefrierpunktserniedrigung. Gefrierpunktserniedrigung der Elektrolytlösungen: Was haben äquimolare Lösungen gemeinsam? [gleiche Konzentration gelöster Teilchen!] Eine 1-molare Kochsalzlösung zeigt die doppelte, eine 1-molare Bariumchloridlösung die dreifache Gefrierpunktserniedrigung im Vergleich zur Lösung eines Nichtelektrolyten gleicher Konzentration. Schlussfolgerung: In der Kochsalzlösung liegt die doppelte, in der Bariumchloridlösung die dreifache Anzahl von Teilchen vor. Die Elektrolyte sind in der Lösung bereits in Ionen dissoziiert. Ionenwanderung
Ergebnis des Versuches zur GPE einer Lösung von Chlorwasserstoff in Wasser: In wässriger Lösung liegen doppelt so viele Teilchen vor wie in der gleichen Menge gasförmigen Chlorwasserstoffs. Verknüpfung mit dem Versuch zur Elektrolyse von Salzsäure: Wanderung der Wasserstoffatome zur Kathode und der Chloratome zur Anode deutet darauf hin, dass die beiden Bruchstücke, in die der Chlorwasserstoff in wässriger Lösung zerfällt (dissoziiert), elektrische Ladungen tragen. Elektrolyte dissoziieren in wässriger Lösung (elektrolytische Dissoziation). Die elektrisch
geladenen Bruchstücke, in die ein Elektrolyt zerfällt, heißen Ionen. Positiv geladene
Ionen heißen Kationen, weil sie zur negativen Elektrode, der
Kathode wandern. Versuch: Nachweis der Ionenwanderung von H+ und OH- -Ionen: elektrolytische Dissoziation (vereinfacht) HCl -> H+ + Cl- Kation Anion NaOH -> Na+ + OH- Kation Anion Projektionsversuch auf dem Tageslichtprojektor:
Ionenbildung: Kation, Anion, IonenladungDie Entstehung von Ionen bei der Salzbildung und die Oktettregel (Edelgasregel)
Hinführung: an die Elemente Natrium (silberweißes, weiches, mit Wasser heftig reagierendes Metall) und Chlor (gelbgrünes, schweres, sehr giftiges Gas) erinnern und mit den Eigenschaften von Kochsalz vergleichen. Warum reagieren die Elemente Natrium und Chlor miteinander zu Natriumchlorid? Wie entstehen aus Atomen elektrisch geladenen Ionen? Lassen sich die Eigenschaften des Kochsalzes aus seinem Aufbau (Natrium- und Cloridionen) erklären? Versuch: Reaktion von Natrium mit Chlor Beobachtung: Reaktion unter Feuererscheinung zu einer weißen, salzartigen Verbindung (Identifizierung als Natriumchlorid, Kochsalz) Reaktionsgleichung Stoffgleichung: 2 Na + Cl2 -> 2 NaCl Ionengleichung:
2 Na +
Cl2 -> 2
Na+
+ 2 Cl- Schema des Elektronenübergangs:
Edelgasregel: Atome können
durch Aufnahme oder Abgabe von Elektronen die gleiche Anzahl und Anordnung der
Elektronen wie die Edelgas-Atome erreichen. Man spricht dann von einer Edelgaskonfiguration. Ladungszahl eines Ions - Schreibweise Formulierung der Reaktion von Natrium mit Chlor als Elektronenübergang - getrennt für die beiden Teilvorgänge: Na
-> Na+
+ e- /
*2 Cl2
+ 2 e-
-> 2 Cl- --------------------------------------------------
2
Na +
Cl2 ->
2 Na + +
2 Cl- Versuch: Reaktion von Aluminium mit Brom Durchführung: Blanke Aluminiumblechsteifen werden in ein Rggl. mit ca. 0.5 ml Brom geworfen [Abzug! Sicherheitsbehälter!] Beobachtung: Funkenregen! Gleichung unter Anwendung der Oktettregel ableiten!
Al
-> Al3+
+ 3 e- /*2 Br2
+ 2 e- -> 2 Br-
/*3 -------------------------------------------------------------------------------------------- 2
Al + 3 Br2 -> 2 Al3+ + 6 Br- Ionengleichung 2
Al + 3 Br2 -> 2 AlBr3
Stoffgleichung Aluminiumbromid (Salz) Alle Feststoffe, die aus Ionen aufgebaut sind, werden als Salze bezeichnet. Versuch: Verbrennung von Magnesium:
Mg
-> Mg2+
+ 2 e- /*2 O2
+ 4 e- ->
2 O2-
---------------------------------------------------------------------------------- 2
Mg +
O2 ->
2 Mg2+ +
2 O2- Ionengleichung 2
Mg +
O2 ->
2 MgO
Stoffgleichung Magnesiumoxid
Regeln zur Ermittlung der Formel binärer Salze (= Salze, die nur aus zwei verschiedenen Elementen bestehen) Anwendung der Edelgasregel: 1. Bei Hauptgruppenelementen ist die Gruppennummer gleich der Zahl der Valenzelektronen. Davon lässt sich ableiten, wie viele Elektronen abgegeben oder aufgenommen werden müssen, um eine Edelgasschale (Oktett) zu erreichen. Beispiele: Li -> Li+ + e- Mg -> Mg2+ + 2 e- Al -> Al3+ + 3 e- N + 3 e- -> N3- O + 2 e- -> O2- Cl + e- -> Cl- 2. In einer Formel muss die Zahl der positiven Ladungen gleich der Zahl der negativen Ladungen sein. Beispiele: aus den unter 1. genannten Ionen ( Li+ Mg2+ Al3+ Cl- O2- N3- ) können folgende Salzformeln gebildet werden: LiCl Li2O Li3N MgCl2 MgO Mg2N3 AlCl3 Al2O3 AlN 3. Einige Elemente der Hauptgruppen und die meisten Nebengruppenelemente können bei der Ionenbildung unterschiedliche Elektronenzahlen abgeben. Die in römischen Ziffern angegebene Zahl ( = Wertigkeit) gibt an, wie viele Elektronen abgegeben werden. Beispiele: Blei(II)-oxid PbO Blei(IV)-oxid PbO2 Kupfer(I)-oxid Cu2O Kupfer(II)-oxid CuO Chrom(III)-oxid Cr2O3 Chrom(VI)-oxid CrO3
Übung: Formuliere Ionenbildungsreaktionen für die Bildung von Aluminiumoxid aus den Elementen und die Summengleichung in Ionenform und als Stoffgleichung. Lösung:
Al ---------->
Al3+
+ 3 e- /*4 O2
+ 4 e-
----------> 2 O2-
/*3 -------------------------------------------------------- 4
Al +
3 O2
----------> 4 Al3+
+ 6 O2- 4
Al +
3 O2
----------> 2 Al2O3
Welche Formeln haben die Salze, die durch Kombination der folgenden Kationen und Anionen gebildet werden können? Kationen: Li+ Ca2+ Al3+ Anionen: Cl- O2- N3- Elektrolyse der Salze (Zinkiodid)
Versuch
Deutung der Vorgänge: Zinkiodid liegt in wässriger Lösung in Form von frei beweglichen Ionen vor: ZnI2
-> Zn2+ +
2 I- Zinkiodid Zinkionen Iodidionen Unter den Einfluss der elektrischen Spannung wandern die positiv geladenen Zinkionen (Kationen) zur Kathode, wo sie durch Aufnahme von 2 Elektronen zu metallischem Zink entladen werden (Kathode = Elektronendonator). Die negativ geladenen Iodidionen (Anionen) wandern zur Anode, wo sie durch Entzug eines Elektrons in elementares Iod übergehen (Anode = Elektronensauger, Elektronenakzeptor) Kathodenvorgang: Zn2+ + 2 e- -> Zn Anodenvorgang:
2 I- -> I2
+ 2 e- --------------------------------------------------------------------------- Gesamtvorgang: Zn2+ 2 I- -> Zn + I2 Aufgaben: Reaktionsgleichungen für die Elektrolyse von Kupfer(II)-chlorid (getrennt nach Teilvorgängen und Gesamtvorgang) In welche Richtungen bewegen sich die Elektronen an Kathode und Anode? Welche Stoffmengen (in Mol) und welche Massen (in Gramm) werden bei der Elektrolyse von Zinkiodid an Kathode und Anode abgeschieden, wenn genau ein Mol Elektronen durchgeflossen ist? Galvanotechnik
Elektrolytische Herstellung von
Metallüberzügen Versuch: Vernickeln eines Kupferblechstreifens Bildung eines festhaftenden, silberglänzenden Nickelüberzugs an der Kathode: Ni2+ + 2 e- -> Ni Verwendet man eine Nickelanode, so geht dabei eine entsprechende Menge Nickel in Form von Nickel(II)-Ionen in Lösung: Ni -> Ni2+
+ 2 e- Herstellung elektrisch leitender Überzüge auf nichtleitenden Oberflächen? Eisen vorher verkupfern. Versilberung? Vergolden? Ionenbindung und Ionengitter
Beispiele für die Elektronenkonfiguration von Ionen Kationen: Na+ Mg2+ Al3+ K+ Ca2+ Anionen: F- O2- N3- Cl- S2- Metalle haben die Tendenz zur Elektronenabgabe, Nichtmetalle die Tendenz zur Elektronenaufnahme. Die Ionenbindung tritt zwischen Metallen und Nichtmetallen auf. Ionenradius in pm 97 181 Wovon hängt die Stärke der Anziehungskraft ab?
Ionenbindung: Die chemische Bindung, die als Anziehungskraft zwischen Kationen und Anionen wirkt. Modell Kochsalzkristall Die Anziehungskraft eines Ions wirkt gleichmäßig nach allen Richtungen. Wovon
hängt die räumliche Anordnung von Kationen und Anionen ab? Beispiel
Natriumchlorid - empirische Formel (=
Verhältnisformel): NaCl -
Natriumionen und Chloridionen sind im Verhältnis 1:1 vorhanden, da ein
Kochsalzkristall nach außen hin elektrisch neutral ist. -
Die räumliche Anordnung hängt vom Verhältnis der Ionenradien ab. r (Na+) = 0.95*10-10 m r (Cl-) = 1.81*10-10 m Doppelter
Radius der Chloridionen - der räumliche Aufbau wird durch die Chloridionen
bestimmt. Sie bilden eine dichteste Kugelpackung. Skizze
des Kochsalzgitters (Kochsalzwürfel)
Tafel, Gittermodell
Koordinationszahl:
Anzahl der einem Ion direkt benachbarten, entgegengesetzt geladenen Ionen im
Kochsalzgitter: KZ=6 Cäsiumchloridgitter
(Cäsium-
und Chloridionen sind fast gleich groß): KZ=8 Tafel, Gittermodell typische Eigenschaften von Salzen Versuche: - Leitfähigkeit einer Salzschmelze (Kaliumnitrat) - Sprödigkeit von Kochsalz (Vergleich mit Duktilität eines Metalls, z.B. Zinn) - Löslichkeit von Kochsalz oder Kaliumpermanganat in Wasser, Unlöslichkeit in Benzin
Wie lassen sich diese Eigenschaften der Salze aus ihrer Struktur erklären? Zusammenhang zwischen Stellung im Periodensystem (Ionenladung, Ionenradius) und Gitterenergie anhand einer Tabelle ableiten Zusammenhang zwischen Gitterenergie und Schmelzpunkt aus Tabelle ableiten
Vorkommen und Bedeutung von Salzen
Entstehung von Salzlagerstätten
Vorkommen Gewinnung
Bedeutung
Beispiele für in der Natur als Mineralien vorkommende Salze:
Aufgabe: Untersuche die Formeln und Namen der Salze in einem Mineralwasser anhand der Analysenangaben auf dem Flaschenetikett:
Schreibe von den folgenden Elementen die nach der Oktettregel gebildeten Ionen auf und ermittle die Formeln aller Salze, die man aus den genannten Ionen bilden kann: Ca (Calcium) - S (Schwefel) - I (Iod) - Al (Aluminium) - K (Kalium) Aluminium reagiert mit Chlor zu Aluminiumchlorid. Stelle für diesen Vorgang die Reaktionsgleichung auf.
Energie- und Strukturuntersuchungen bei Salzen
Wie groß ist das Reaktionsvermögen zwischen Elementen, die im PS links stehen und solchen, die im PS rechts stehen? Versuch: Kalium wird in einen mit Chlorgas gefüllten Zylinder gehalten: Beobachtungen: - Kalium glüht auf - die grüne Farbe des Chlorgases verschwindet - es entsteht weißer Rauch, der sich am Boden und an den Wänden als fester Stoff ablagert Erklärung: Kalium und Chlor reagieren unter Energieabgabe zu Kaliumchlorid. Anwendung der Oktettregel (Wiederholung):
Widerspruch zum Experiment! Welche Vorgänge und welche damit verbundenen Energieumsetzungen sind bei der Deutung nicht berücksichtigt worden? Vorschlag 1: Die Cl2-Moleküle müssen erst in Cl-Atome gespalten werden (Bindungsenergie): 1/2
Cl2 (g) -> Cl
+ 121 kJ/mol Vorschlag 2: Zur Bildung von freien Kaliumatomen ist Sublimationsenergie notwendig. K
(s) -> K (g)
+ 90 kJ/mol aber: auch diese Vorgänge können die beobachtete Energieänderung nicht erklären. Freisetzung von Gitterenergie! Gesamtbilanz: K (s) + 1/2 Cl2 -> KCl - 439 kJ/mol
Übung: Bildungsmöglichkeiten von Salzen I
1. Aus den Elementen a) Zinkpulver + Iodpulver + 1-3 Tr. Wasser oder b) Zinkpulver + Bromwasser Beobachtungen: a) heftige Reaktion, Erwärmung, Iodfarbe verschwindet schließlich b) Verschwinden der Bromfarbe Zn
+ I2
-> ZnI2 Zn
+ Br2
-> ZnBr2 allgemein:
Metall
+ Nichtmetall
-> Salz 2. Aus unedlen Metallen mit Säuren Magnesiumband mit verd. Salzsäure/Essigsäure Beobachtungen: Gasentwicklung, Magnesium löst sich unter Erwärmung auf, Knallgasprobe positiv Mg + 2 HCl -> MgCl2 + H2 allgemein: Metall
(unedel) + Säure -> Salz + Wasserstoff Zink mit halbkonz. Salzsäure Ergebnis: Wasserstoffentwicklung, Zink verschwindet Zn + 2 HCl -> ZnCl2 + H2 3. Aus Metalloxiden und Säuren Kupfer(II)-oxid + verd. Schwefelsäure oder: Kupfer(II)-oxid + verd. Salzsäure Beobachtung: Beim Erwärmen entsteht eine blaue Lösung.
CuO
+ H2SO4
-> CuSO4
+ H2O
CuO +
2 HCl -> CuCl2 +
H2O allgemein:
Metalloxid
+ Säure ->
Salz +
Wasser Übung: Bildungsmöglichkeiten von Salzen II
4. Aus Hydroxiden und Säuren
(Neutralisation) Durchführung: 1 ml verd. Essigsäure (Geruch!) + Bromthymolblau als Indikator tropfenweise bis zum Farbumschlag nach Blau mit verd. Natronlauge versetzen. Beobachtung: Erwärmung, Essiggeruch verschwindet HAc
+ NaOH
-----> NaAc
+ H2O Essigsäure Natronlauge Natriumacetat Wasser allgemein: Säure
+ Lauge (Base)
-> Salz
+ Wasser 5. "Vertreibung" der
schwächeren oder flüchtigen Säure aus ihrem Salz durch eine stärkere oder
nichtflüchtige Säure Durchführung: Sp. Natriumacetat in Rggl. mit 1 ml verd. Schwefelsäure versetzen, vorsichtig schütteln. Beobachtung: Geruch nach Essigsäure 2 NaAc
+ H2SO4
-> 2 HAc
+ Na2SO4 6. Fällung eines schwerlöslichen
Salzes Versuch: a) Blei(II)-nitratlösung mit Kaliumiodidlösung versetzen. Beobachtung: intensiv gelber Niederschlag b) Silbernitratlösung mit Natriumchloridlösung versetzen Beobachtung: weißer Niederschlag Pb(NO3)2 + 2 KI -> PbI2 + 2 KNO3 AgNO3
+ NaCl
-> AgCl
+ NaNO3
Übung: Spurenanalytik - Quantitative EisenbestimmungVorbemerkungen: Umweltdiskussion - "Umweltskandale" Drei wichtige Fragen:
häufig gebrauchte Konzentrationsangaben:
1.Versuch: Nachweis von Eisen(III)-ionen mit Thiocyanat: Fe3+ + 3 SCN- -> Fe(SCN)3 Eisen(III)-ionen Thiocyanat-ionen Eisen(III)-thiocyanat blutrote Lösung 2.Versuch: Konzentrationsreihe von Eisen(III)-ionen herstellen Rationelle Herstellung einer Konzentrationsreihe mit Verdünnungsschritten 1 : 10: In das zweite und die folgenden Gläser 9,0 ml dest. Wasser geben, in das erste Glas 10 ml Ausgangslösung und in das letzte 9,0 ml dest. Wasser. Dann jeweils 1,00 ml vom vorhergehenden in das folgende Glas übertragen (am besten mit Tuberkulinspritze mit korrigierter Volumenmarkierung in Kombination mit Pasteur-Pipette) und nach Verschluss mit PP-Stöpsel gut mischen. Alle Gläser enthalten dann 9,0 ml. Verdünnung einer Standard-Eisen(III)-chloridlösung (angesäuert) c = 1000 mg Fe3+ / l in Zehnerschritten mit dest. Wasser und Eisennachweis mit Thiocyanatlösung (1 ml) Ergebnis:
weitere Eingrenzung der Empfindlichkeit wäre möglich durch feinere Abstufungen der Konzentrationsreihe im Bereich 10-1 mg. Steigerung der Empfindlichkeit?
3.Versuch: Empfindlichkeitssteigerung durch Ausschütteln mit einem organischen Lösungsmittel Ergebnis siehe Tabelle Kritische Fragen, Fehlerquellen
Übung: Ionennachweise und Identifizierung unbekannter SubstanzenEinige Nachweisreaktionen
Nach Durchführung der Nachweisreaktionen Identifizierung unbekannter Substanzen, Protokollierung, Reaktionsgleichungen (Stoffgleichung und Ionengleichung)
Übung: Auffinden schwerlöslicher IonenverbindungenTabelle entwerfen - feststellen, welche Versuche durchgeführt werden müssen - selbständige Herstellung Vereinigung der Lösungen; Protokollierung
Reaktionsschema allgemein: AB + CD -------------> AD + CB löslich löslich schwerlöslich löslich A+
+ B- + C+
+ D- ------>
AD! + C+
+ B- Üben von
Ionengleichungen
Übersicht über die
vorkommenden Ionen:
Verwendung der schwerlöslichen
Verbindungen (z.B. Bariumsulfat als Röntgenkontrastmittel)
Übung: LeitfähigkeitstitrationTitration von Bariumhydroxid-Lösung (c = 0.1 mol/l) mit Schwefelsäure (c = 0.1 mol/l) Vorversuch im Reagenzglas Stoffgleichung Ba(OH)2 + H2SO4 ----------> BaSO4 + 2 H2O Ionengleichung Ba2+
+ 2 OH- +
2 H+
+ SO42-
-----> BaSO4
+ 2 H2O Während der Neutralisation verschwinden alle frei beweglichen Ionen aus der Lösung => Absinken der Leitfähigkeit fast bis auf Null und erneutes Ansteigen der Leitfähigkeit nach Überschreiten des Äquivalenzpunkts. Durchführung der Leitfähigkeitstitration Verfolgen der Stromstärke als Maß für die Leitfähigkeit der Lösung
Wertetabelle:
Diagramm:
Aufgaben: Wie lässt sich experimentell nachweisen, ob ein Stoff aus Ionen aufgebaut ist oder nicht? |