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2 Teilchenstruktur der Materie 8h

        2.1 Teilchenmodell

        2.2 Erhaltung der Masse

        2.3 Konstante Zusammensetzung von Verbindungen

        2.4 Daltonsche Atomhypothese

        2.5 Atomare Masseneinheit

        2.6 Volumenverhältnisse bei Gasreaktionen: Molekülbegriff

        2.7 Formeln, Wertigkeit

 

 

2 Teilchenstruktur der Materie

Lehrplan

Einfache Versuche machen den Schülern grundlegende quantitative Gesetzmäßigkeiten chemischer Reaktionen bewusst. Diese werden auf der Grundlage eines Teilchenmodells erklärt. Erstmals erhalten die Schüler einen Eindruck von der Notwendigkeit des Denkens in Modellen und des quantitativen Arbeitens in der Naturwissenschaft Chemie

Grundbegriffe: Atom, Molekül, Atom- und Molekülmasse, chemische Formel, stöchiometrische Wertigkeit

Literatur
Medien
Geräte
Chemikalien

 

2.1 Teilchenmodell

Lehrplan

Das Teilchenmodell

Erklärung bestimmter Phänomene, z.B. Aggregatzustände, Diffusion; (->PH9: Innere Energie, ->B9: Osmose)

Literatur

- elemente Chemie S.38 elemente Chemie S.39-41

Medien

- Erbsen und Senfsamen - Blattgold - OHP - regelmäßiger Kristall

Geräte

- 2 Messzylinder 100 ml - 4 Messzylinder 50 ml - Rundkolben 1 l mit Stopfen - Pulvertrichter - Petrischale mit Agar 

Chemikalien

- Brom - Zuckerwürfel - Spiritus - Kaliumpermanganatkristalle - Naphthalin in Rggl 

Raumerfüllung (Volumen) und Masse sind allen Stoffen gemeinsam.

? Erfüllen die Stoffe den Raum gleichmäßig, "durch und durch"?

Versuche:

1. Blattgold ist durchscheinend

2. Verteilung von Brom in Luft

3. Lösen von Salz, Zucker in Wasser

4. Volumenkontraktion beim Mischen von Alkohol und Wasser

   - Modellversuch mit Erbsen und Senfsamen

Ergebnis:

Die Stoffe erfüllen den Raum diskontinuierlich. Sie müssen aus kleinsten Teilchen aufgebaut sein. Man nennt sie Moleküle (bzw. Ionen) 

(z.B. Wassermoleküle, Brommoleküle usw.).

Ein Molekül eines Stoffes ist seine kleinste, frei existenzfähige Portion.

Es gibt so viele Arten von Molekülen, wie es Stoffe gibt. Finden wir in einem Stoff nur Moleküle der gleichen Art, so sprechen wir von einem Reinstoff 

Modell und Wirklichkeit

 

Diffusion

Versuch: Ein Kaliumpermanganatkristall wird auf eine Gelplatte gelegt (zur Verhinderung von Konvektionsströmungen) [Projektionsversuch]. Beobachtung: allmähliche Ausbreitung einer violetten Farbzone.

Unter Diffusion versteht man die von der Eigenbewegung der Teilchen hervorgerufene selbständige Durchmischung verschiedener Stoffe

Brownsche Molekularbewegung

Diffusionsphänomene:

  • Transistor

  • Nervenimpuls-Übertragung an Synapsen

  • Kalkmörtel in dicken Mauern

  • Atmung/Lungenbläschen (Oberfläche, Schichtdicke)

Kugelteilchenmodell und Aggregatzustand

Erklärung der Aggregatzustände und ihrer Übergänge durch das Teilchenmodell

Was lässt sich über die Anziehungskräfte zwischen den Teilchen aussagen?

Wie können diese Anziehungskräfte überwunden werden?

 

2.2 Erhaltung der Masse

Lehrplan

Satz von der Erhaltung der Masse

Hinweis auf die Anfänge der quantitativen Chemie

Literatur

elemente Chemie S.42

Fischer/Deiss. S.26-28

Beck/Killian S.38-39

Medien
Geräte

Kerze - Waage - feuerfeste Platte - 2 Bechergläser 100 ml

Chemikalien

Blei(II)-nitrat-Lösung - Kaliumiodidlösung - verd. Salzsäure - Magnesiumband

 

Versuche:

 

a) Kerze brennt -> die Masse wird scheinbar geringer

Deutung: gasförmige Verbrennungsprodukte entstehen - abgeschlossenes System wäre notwendig gewesen!

 

Ein geschlossenes System liegt dann vor, wenn weder Stoffe nach außen entweichen noch Stoffe von außen dazukommen können.

 

b) Lösung von Magnesium in verd. Salzsäure

-> Gasentwicklung (Knallgasprobe)

? vermutliche Massenänderung?

? wie müsste der Versuch durchgeführt werden?

? ist der im Buch vorgeschlagene Versuch (mit Luftballon) geeignet? 

 

c) Reaktion von Bleinitratlösung mit Kaliumiodidlösung (gelber Niederschlag) - Wägung vor und nach dem Versuch -> keine Massenänderung

 

aber: wir haben damit an sich noch kein allgemeingültiges Gesetz entdeckt!

1. Wir haben nur eine chemische Reaktion überprüft. Ein Schluss auf alle übrigen ist noch nicht zulässig.

2. Messgenauigkeit unserer Waage ist begrenzt!

Genaueste Versuche von Landolt und Eötvös 1909: Die Massenänderung hätte kleiner sein müssen als 1/10 000 000 %.

 

d) Verbrennung von Eisenwolle auf der Waage (evtl. Zündung mit Strom) -> Massenzunahme!

Deutung als Vereinigung mit Sauerstoff (Bildung von Eisenoxid)

 

Bei allen chemischen Reaktionen bleibt die Gesamtmasse der beteiligten Stoffe unverändert

 

- Lebewesen? vis vitalis? Experimente beschreiben

- genau genommen ist die Massenänderung unwägbar klein!

Masse-Energie-Beziehung von Einstein: E = m * c2

 

Aufgabe: Bei exothermen chemischen Reaktionen wird Energie in der Größenordnung von 100000 J frei. Die Sonne strahlt in jeder Sekunde 7,8 * 1026 J. Berechne die damit verbundene Massenänderung!

[0,000 000 001 g - 8700000t]

 

 

2.3 Konstante Zusammensetzung von Verbindungen

Lehrplan Gesetz von den konstanten Massenverhältnissen
Literatur

elemente chemie S.43

Fischer/Deiss. S.29-33

Medien Folie mit Skizze u. Protokoll-Vorlage
Geräte

2 Dreifüße

2 Tondreiecke

2 Bunsenbrenner (im Abzug!)

4 Porzellantiegel mit Deckel

Chemikalien

Kupferpulver (4 x 1,000 g)

Schwefelpulver -    (400,600,800,1000 mg)

Kupfer(I)-oxid

Kupfer(II)-oxid

 

 

Anknüpfung an die Herstellung von Eisensulfid:

? Welches Massenverhältnis an Eisen und Schwefel wurde für die Herstellung eingesetzt?

? Welche Zusammensetzung hat das entstandene Eisensulfid?

? Was wäre bei der Vereinigung von 7 Teilen Eisen mit 7 Teilen Schwefel?  P r o b l e m s t e l l u n g

 

Versuch: Synthese von Kupfersulfid - quantitativ

 

 

Tiegel Nr. 1 2 3 4
Tiegel leer        

Einwaage Cu

1000 mg 1000 mg 1000 mg 1000 mg
Einwaage S 400 mg 600 mg 800 mg 1000 mg
nach dem Glühen        
Masse Kupfer-sulfid        
Massenverhältnis Cu : S        

 

 

Theorie: 1 : 0,251                        Mittelwert:

 

Ergebnis: Kupfer und Schwefel vereinigen sich beim Erhitzen nur in einem ganz bestimmten Massenverhältnis.

 

Hinweis auf analoge Ergebnisse bei der Analyse aller chemischen Verbindungen, z.B.

 

- Versuch zur Elektrolyse des Wassers (Volumenverhältnis 2:1) - Wir berechnen daraus das Massenverhältnis:

[r (Wasserstoff) = 0,09 g/l, r (Sauerstoff) = 1,4 g/l]

Massenverhältnis (H) : (O) im Wasser:

Volumenverhältnis (Wasserstoff) : (Sauerstoff) = 2 : 1

m(H) : m(O) = 2 l * 0,09 g/l :  1 l * 1,4 g/l

m(H) : m(O) = 0,18 g : 1,4 g

m(H) : m(O) = 1 : 7,8    ungefähr 1:8

 

Oxide des Kupfers:

Kupferoxid (rot)         m(O) : m(Cu) = 1 : 7,9435

Kupferoxid (schwarz)     m(O) : m(Cu) = 1 : 3,9718

 

Jede chemische Verbindung enthält die Elemente in einem konstanten, naturgegebenen Massenverhältnis.

 

 

2.4 Daltonsche Atomhypothese

Lehrplan

Deutung der Massengesetze durch die Atomhypothese

Aspekte der historischen Entwicklung

Literatur

elemente Chemie 9 S. 44

beck///: Chemie 1 S. 40

Medien OHP-Folienmodell
Geräte
Chemikalien

- rotes Kupferoxid

- schwarzes Kupferoxid

 

OHP-Teilchenmodell zur Erklärung des Gesetzes von den konstanten Massenverhältnissen (Anwendung auf Kupfersulfid)

 

Dalton 1808

  • Chemische Elemente bestehen aus kleinsten, nicht teilbaren und unveränderlichen Teilchen, den Atomen.

  • Alle Atome eines Elements sind gleich und besitzen die gleiche Masse.

  • Verbindungen bestehen aus Atomen verschiedener Elemente.

  • In einer chemischen Verbindung ist die Art und die Anzahl der Atome konstant.

 

Folgerung aus der Daltonschen Atomhypothese: 

Gesetz der multiplen Proportionen: Bilden zwei Elemente verschiedene Verbindungen miteinander, so stehen die Massen des einen Elements, die sich mit einer gegebenen Masse des anderen Elements verbinden, im Verhältnis kleiner, ganzer Zahlen.

 

  Massenverhältnis Sauerstoff : Kupfer
schwarzes Kupferoxid 1 : 3,9718        
rotes Kupferoxid    1 : 7,9435

 

Erklärung mit dem OHP-Teilchenmodell

 

 

2.5 Atomare Masseneinheit

Lehrplan

Atommasse - atomare Masseneinheit

Bezug zur Einheit Kilogramm

Literatur elemente Chemie S. 45,46
Medien
Geräte
Chemikalien

Masse des Wasserstoffatoms als Vergleichsmasse

Angabe der absoluten Atommasse in Gramm sehr umständlich!

 

Um wie vielmal schwerer ist ein Sauerstoffatom im Vergleich zum Wasserstoffatom?

 

Folgerung aus den Volumenverhältnissen und Massenverhältnissen bei der Wassersynthese:

 

Wasserstoff + Sauerstoff  ->  Wasser
2 l      1 l      2 l
2 * 0,09 g  1,4 g
1 :  8  = Massenverhältnis

      

logische Folgerung:  

2 Wasserstoffatome sind 8 x so schwer wie 1 Sauerstoffatom

1 Wasserstoffatom ist 16 x so schwer wie 1 Sauerstoffatom

 

Bezogen auf ein Wasserstoffatom hat Sauerstoff die relative Atommasse 16.

 

Die Atommasse eines Elements gibt an, wievielmal schwerer eines seiner Atome durchschnittlich ist ist im Vergleich zu 1/12 des Kohlenstoffatoms C-12 (= atomare Masseneinheit 1u = ungefähr die Masse eines Wasserstoffatoms)

 

 

1 u = 1,661 * 10-24 g

 

Ablesung der Atommassen aus dem Periodensystem

 

Genaue Bestimmung der Atommassen im Massenspektrometer

Prinzip erklären

 

relative Molekülmasse: Summe der relativen Atommassen aller im Molekül enthaltenen Atome

 

Aufgabe: Berechnung der relativen Molekülmasse der folgenden Verbindungen:

H2O  O2  H2  FeS  C6H12O6

 

 

 

2.6 Volumenverhältnisse bei Gasreaktionen - Molekülbegriff - Satz von Avogadro

Lehrplan

Volumenverhältnisse bei Gasreaktionen - Satz von Avogadro

experimentelle Bestätigung des Gesetzes der ganzzahligen Volumenverhältnisse; Satz von Avogadro (->Ph9: allgemeine Gasgleichung)

Literatur
Medien
Geräte
Chemikalien

Hinführung: Massenverhältnisse bei chemischen Reaktionen - Kupfersulfid, Eisensulfid, Wasser -> ungerade Zahlenverhältnisse

 Versuch: Wassersynthese quantitativ

Wasserstoff und Sauerstoff mit Spritzen in Eudiometerrohre füllen - Volumenverhältnisse: Wasserstoff : Sauerstoff  3:1, 1:1, 2:1 - Zündung piezoelektrisch

 

Ergebnis: Eine restlose Vereinigung erfolgt nur, wenn das Volumenverhältnis Wasserstoff : Sauerstoff 2 : 1 beträgt.

Wasserstoff +  Sauerstoff   -> Wasser
Massenverhältnis:
2*0,09=0,18g  1,435g    1,615g
Volumenverhältnis:
2 Raumteile 1 Raumteil

Volumengesetz von Gay-Lussac: Gase reagieren miteinander in ganzzahligen Volumenverhältnissen.

 

Satz von Avogadro: Gleiche Volumina von Gasen enthalten bei gleichem Druck und gleicher Temperatur gleichviel Teilchen.

 

Teilchenmodell

Voraussage für das entstandene Wasservolumen unter der Voraussetzung, dass 1 Teilchen Sauerstoff mit 2 Teilchen Wasserstoff zu einem Teilchen Wasser reagieren?

Wasserstoff       +       Sauerstoff   ->        Wasser

aber: es entstehen 2 Raumteile Wasserdampf!!!

Folgerung:

 Wasserstoff und Sauerstoff bilden zweiatomige Moleküle

 

 

2.7 Formeln, Wertigkeit

Lehrplan

Verhältnisformel und Molekülformel - Atome und Atomverbände in der chemischen Symbolsprache: stöchiometrische Wertigkeit - Erstellen empirischer Formeln; Einüben im weiteren Unterricht 

Literatur
Medien Schrauben und Muttern (Projektion)
Geräte
Chemikalien

Verhältnisformel und Molekülformel

Die Molekülformel gibt die Art und Anzahl der Atome in einem Molekül an, z.B.

HCl   H2O  H2O2  O3  NH3  CO2

Aufstellung einer Molekülformel

Analogie-Beispiel!

Projektion: Schrauben mit 2 Muttern (Formel: M2S)

- wenn wegen Kleinheit unsichtbar? -

1. Schritt: Zahlenverhältnis der am Molekülbau beteiligten Atome ermitteln (= Verhältnisformel, empirische Formel).

Masse einer Schraube: 3 g   Masse einer Mutter 1 g

Zerlegung von 25 g lieferte 15 g Schrauben und 10 g Muttern

Verhältnisformel: (SrMu2)x

welche Molekülformeln stehen damit in Einklang? (für x=1,2,3..)

 

2. Schritt: Molekülformel ermitteln

Um zwischen den verschiedenen möglichen Formeln entscheiden zu können muss die Molekülmasse bekannt sein.

"Molekülmasse" der Schrauben-Muttern-Verbindung: 5 g

damit steht die Formel SrMu2 in Einklang (x = 1)


Die Verhältnisformel (= Empirische Formel) der Kupferoxide

? Wie lässt sich eine chemische Formel ermitteln?

- Atommassen bekannt (aus dem Periodensystem zu entnehmen)

- Die Massenverhältnisse der in einer Verbindung enthaltenen Elemente können bestimmt werden

- daraus lässt sich das Atomzahlenverhältnis der verschiedenen Atomarten in einem Teilchenverband (Molekül, Ionenkristall) bestimmen!

Versuch: Bestimmung der Verhältnisformel von rotem Kupferoxid

CuxOy  +  y H2  ---------->  x Cu  +  y H2O

? In welchem Massenverhältnis verbindet sich Kupfer mit Sauerstoff in rotem Kupferoxid? Aus diesem Massenverhältnis lassen sich mit Hilfe der Atommassen x und y bestimmen.

 

Ergebnis: 

Verbrennungsschiffchen leer  ........................ g   
mit Kupferoxid ......................... g
nach Reduktion ......................... g

Kupfergehalt: .................... g  Sauerstoffgehalt: ................g

 

Umrechnung auf ganze Zahlen:

Verhältnisformel?     

Was muss für die Aufstellung der richtigen Substanzformel noch bekannt sein? 


Aufgaben

Bei starkem Erhitzen von Silbersulfid bildet sich unter Abspaltung von Schwefel elementares Silber. Durch Zersetzung von 743,4 mg Silbersulfid wurden auf diese Weise 647,4 mg Silber erhalten.

[Atommassen: Silber (Ag)=107,9 u; Schwefel (S)=32,1 u]

a) Berechne die Verhältnisformel von Silbersulfid. (Der Gang der Berechnung muss klar ersichtlich sein!)

b) Gib drei mögliche Summenformeln an, die mit der berechneten Verhältnisformel in Einklang stehen.

c) Was müsste man noch wissen, um die richtige Summenformel angeben zu können?

 Ergebnis: a) Verhältnisformel: (Ag2S)x  b) Ag2S   Ag4S2   Ag6S3  c) Molekülmasse

Kupfer bildet bei der Verbrennung mit Sauerstoff ein schwarzes Oxid. Das Massenverhältnis Kupfer : Sauerstoff ist bei dieser Reaktion 3,97 : 1.

Ermittle die Verhältnisformel dieses Oxids und stelle die Reaktionsgleichung auf. (Molekülmasse des Oxids: 79,6 u)

Eine unbekannte Verbindung organische Verbindung Y wird analysiert. Dazu wird Y im Sauerstoffstrom verbrannt. Es entstehen dabei Kohlenstoffdioxid und Wasser.

Ergebnis der quantitativen Analyse:

- Einwaage an Y: 33 mg

- Auswage an Kohlenstoffdioxid: 99 mg

- Auswage an Wasser: 54 mg

a) Zeige durch Rechnung, dass Y außer Kohlenstoff und Wasserstoff keine weiteren Elemente enthält.

b) Ermittle die Verhältnisformel für Y.

Die qualitative Analyse einer Verbindung X ergab, dass sie nur die Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff enthält. Bei der vollständigen Oxidation von 14,00 g der Verbindung X entstanden 31,68 g Kohlenstoffdioxid und 13,05 g Wasser.

Berechne die Verhältnisformel (=empirische Formel) der Verbindung X!

Formeln und Wertigkeit

Hinführung: Gibt es Regelmäßigkeiten bei den Formeln bisher bekannt gewordener Verbindungen?

Was hält die Atome zusammen? Naive Vorstellung von Häkchen und Bindungsarmen zur Veranschaulichung des Wertigkeitsbegriffs:

Formeln einiger Verbindungen:

CH4            Methan

NH3            Ammoniak

H2O            Wasser

HCl            Hydrogenchlorid

CO2            Kohlenstoffdioxid

CCl4            Kohlenstofftetrachlorid

Das unterschiedliche Bindungsvermögen von Atomen bei der Vereinigung zu Verbindungen kann durch den Begriff der Wertigkeit beschrieben werden (Vergleich mit Bindungsarmen):

Unter der (stöchiometrischen) Wertigkeit eines Elements versteht man die Anzahl der Wasserstoffatome, die eines seiner Atome binden oder ersetzen kann.

Wasserstoff hat die Wertigkeit 1 und Sauerstoff hat die Wertigkeit 2.

Wertigkeiten einiger Elemente zur Bildung von Verhältnisformeln binärer Verbindungen:

I II III IV
Li Lithium Ca Calcium Al Aluminium C Kohlenstoff
Na Natrium Mg Magnesium N  Stickstoff Si Silicium
K Kalium Zn Zink
H  Wasserstoff O  Sauerstoff
Ag Silber
F Fluor
Cl Chlor
Br Brom
I  Iod

Aufgabe: Formulierung der Oxide und Chloride von Na, Mg, Zn, Al

In der Substanzformel einer aus zwei Elementen A und B bestehenden Verbindung ist die Summe der Wertigkeiten des Elements A gleich der Summe der Wertigkeiten des Elements B. Atomgruppen werden dabei wie Atome eines Elements betrachtet.

Bei bekannter Wertigkeit ist die Aufstellung der Substanzformel binärer Verbindungen möglich, umgekehrt kann man aus den durch quantitative Analyse ermittelten Substanzformeln auf die Wertigkeit schließen.

Nomenklatur, wenn Elementen in mehreren Wertigkeiten auftreten:

Beispiele

Cu2O  Kupfer(I)-oxid                CuO  Kupfer(II)-oxid                              

FeCl3   Eisen(III)-chlorid          FeCl2  Eisen(II)-chlorid   

 

Übungsaufgaben:

Wertigkeit? PbO2  AgCl  Fe2O3 BaCl2  CuCl  CrO3  N2O5

Substanzformeln von  Mangan(IV)-oxid  Phosphor(V)-oxid

Prüfe die folgenden Substanzformeln auf ihre Richtigkeit und kennzeichne falsche mit dem Buchstaben "f" und richtige mit dem Buchstaben "r"!                                                                   

PH3    HI       HO2      Ca2O      P3O2     P2O3      Li2O     N3H     AlO3      CaO   

Gib für die folgenden Substanzformeln einen exakten chemischen Namen an:

Cr2O3   SnCl2  CrO3   SnCl4

 

Schreibe die Formel für folgende Verbindungen:

Quecksilber(I)-oxid ........... Eisen(III)-chlorid ............

Kupfer(I)-chlorid  ............ Phosphor(V)-oxid   ............

 

Gib die Wertigkeit der unterstrichenen Atome in den folgenden Verbindungen an 

SiO2    As2S3   BF3   V2O5